Druckschrift 
1,2 (1805) F - J
Entstehung
Seite
122
Einzelbild herunterladen
 

122 Fri

stein eingeschmiert werden muß, um die Bewegung der Maschine

zu erleichtern.

Ve zont giebt zwar (Eours äs.-; Watstematlgues B. IV.§. 792.) die Theorie der Bewegung der Wagen aufuuebencin Ter-rain ; allein die Gleichung ist zu verwickelt, als daß sie zur An-wendung wirklich brauchbar seyn sollte. Soviel gehet jedoch dar-aus hervor, daß die Bewegung der vierraderigcn Wagen auf un-ebenem Terrain schon deshalb we r leichter seyn muß, als die derzweiraderigcn, weil bei jenen die Last durchaus keine Wirkungauf die Pferde auffern kann, wie bei diesen.

Eine nicht minder wichtige Erscheinung, welche die Rei-bung verursachet, ist die drehende Bewegung geschossener undgeworfener Korper, wodurch auch zum Theil der Rikoschet- oderSchleudcrschuß mit hervorgebracht wird. Indem sich ncmlich die,durch die Pulverkraft fortgetriebene, Kugel an der untern Wandder Seele reibet, erlangt sie eine drehende Bewegung, die in derLuft nur wenig verringert wird. Sobald nun die Kugel auf dieErde trifft, entstehet nothwendig eine Beschleunigung ihres ge-raden Fluges, weil die drehende Bewegung an der ausser» Flacheeine, jenem entgegengesezre, Richtung hat. Wird ncmlich einKörper Bob. X. stA. 2. äusserlich unter irgend einer Richtung KVfortgestoßen, muß man die Kraft des Stoßes in 2 andere Kräftezerlegen, deren eine senkrecht auf die Oberfläche gehet VE, dieandere aber eine Tangente I) K ist. Findet nun keine Reibungstatt, wird auch der "Stoß in der Richtung der Tangente dieOberflache.blos berühren, ohne weiter einige Wirkung zu äußern.Es bleibt folglich blos die Kraft V L übrig, die dem Körperkeine drehende Bewegung mittheilet, wenn er kugelförmig ist,und ihre Richtung durch den Mittelpunkt seiner Schwere gehet.Durch die Reibung hingegen theilet sich die Kraft O L dem Kor-per in dem Verhältniß mit, wie seine Oberflache gegen die Rei-bung mehr oder weniger empfänglich ist, so daß er ausser der Be-wegung VE »och eine drehende Bewegung hat, und der Korpergehet parallel mit v st fort, als ob er in V mit einer der Reibunggleichen Kraft fortgezogen würde. Fallt ein spharischcr harterKörper K frei auf die horizontale Fläche H st herab, und hat erzugleich eine drehende Bewegung um seinen Schwerpunkt; würdeer nicht minder blos die leztere behalten und in I kix. g. liegenbleiben, sobald keine Frietion stattfände. Durck diese aberwird er von I nach stl oder ist rollen, sobald er auf die Fläche trift,weil ihm hier die Frietion zugleich eine der Fläche bist paral-lele und eine drehende Bewegung mittheilet, die beide seiner vor-herigen drehenden Bewegung entgegen gesczt sind. Von diesenUmschwnngsbewcgungeu verringert die zulezt erhaltene stets dieanfängliche, während sie die Bewegung des Mittelpunktes be-schleuniget; doch beides nur bis zu einem gewihen Grade, wo sie