Gitter allen Entdeckungen, die dem menschlichen Geiste in demweiten Gebiethe dee Wissenschaften bisher gelungen sind, istwohl die der allg emeinen Schwere, die wir dem großenNewton verdanken, die glänzendste und wichtigste, da sie dasGesetz enthält, nach welchem alle Bewegungen auf unserer Erdeund in unserem ganzen Sonnensysteme vor sich gehen ; das großeGesetz, dem, wie wir bald sehen werden, selbst die entferntestenHimmelskörper, die jenseits der Gränze dieses Systemes dasWeltall bewohnen, in schweigender Unterwürfigkeit gehorchen.
Es kann wohl nicht anders, alS sehr anziehend seyn, zusehen, auf welche Weise jener seltene Geist bis zu dieser hohenIdee gelangt ist. Selbst wenn wir ihn kämpfen und ringen,wenn wir ihn fehlen und unterliegen sehen, indem er der Natur
ihre Geheimnisse zu entreißen sucht selbst dann müssen wir
ihn mit der innigsten Theilnahme, und hier besonders mir wahr-haft rein menschlicher Theilnahme betrachten. Er beleuchtete mitder Fackel seines Genius jene dunklen Gefilde, in die bisher nochkein sterbliches Auge gedrungen war, und obschon, seit er unteruns gewandelt hat, mehr alS ein volles Jahrhundert verflossenist, steht er noch da, unerreicht und unerreichbar, ein Riese unterden Pygmäen, sein hohes Haupt mit dem Strahlenkranze der Un-sterblichkeit umwunden. Aber, so hoch er auch über alle Anderen
hervorragt, er war ein Mensch, er war nur ein Mensch,der seiner Zeit gehörte, in der und von der er lebte. VieleGroße und Edle gingen ihm voraus, denen er Vieles ver-dankte, und ohne die er nicht Er geworden wäre. Selbst mitder Hülfe dieser Vorgänger und Zeitgenossen, vom Schicksalbegünstigt und vom Glücke getragen, wie kaum irgend ein An-derer glitt er aus auf seiner hohen Bahn, verfehlte seinen
Weg, und mühte sich ab volle sechzehn Jahre seines kräftigstenLebens, die Wahrheit zu finden, die er im Grunde, ohne es zu
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