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geschah in der Schweiz der erste Schritt dafür, durch Priester-schaft, Volk und Regierungen der Urkantone. Von daher kamder Anstoß zur Trennung der Schweiz vom Bisthum Constanz.Die Trennung ward vom Papst sogleich, bevor die übrigen Bun-desstaaten, welche zur Constanzer Diöcese gehörten, eilfertig und ei-genmächtig ausgesprochen. Losgerissen vom alten Metropolitanver-band mit Deutschland ward die katholische Schweiz fortan in meh-rere kleine, machtlose, dem römischen Stuhl unmittelbaruntergeordnete Bisthümer zersplittert. Die damaligen Kan-tonalregierungen ließen sich ein nachtheiliges Concordat aufdringen,mit der nämlichen Unüberlegtheit, mit der sie schon im Jahre1815 den Bestand der Klöster einander so förmlich, als den Be-stand ihrer eignen Kantonalgebiete , gewährleistet hatten. So war fürden Ultramoutanismus, für Roms Einfluß auf das Leben derkatholischen und protestantischen Schweiz, für die Rechte und Im-munitäten des Clerus gegen alle weltliche Gewalt, die Bahnbreit genug gebrochen und mit jener Consequenz und Festigkeitverfolgt, die der Politik des römischen Hofes von jeher eigenwar. Die schon für sich compacte Streitmasse der Welt - undKlostergeistlichen zu verstärken, wurden Colonien von Loyola'sJüngern in die Kantone Wallis und Freiburg verlegt. Allesging raschen, geräuschlosen, aber sichern Gangs zum Triumph derHierarchie, als plötzlich die Zeit der politischen Reformen mitdem Jahr 1829 hereinbrach. Im größern und civilisirtern Theildes gesammten Schweizerlandes wurden, nebst den Usurpationeneiner eingedrungeneu Aristokratie, die Usurpationen des päpstli-chen Clerus aufgehoben. Klösterlinge und Weltpriester voller Entsetzen,schrien nun über Gewaltthat; erklärten die Religion in Gefahr;versuchten Aufwieglung der Gläubigen. Der heilige Vater in Romverdammte feierlich die Artikel der Badner Conferenz, in welchenmehrere Schweizerstaaten das Recht der Gesetzgebungen und Re-gierungen gegen geistliche Einmischung fest gestellt hatten. DerNuntius verließ Luzern, den Vorort der katholischen Schweiz,und schlug seine Residenz unter den Hirten im Gebirg, im FleckenSchwyz, auf. Eine neue Jesuitencolonie ward neben der Nun-tiatur nach Schwyz gezogen, diesen kleinen Ort zum Bollwerkdes Kirchenthums zu erheben; und eine Kette von katholischenGlaubensvereinen durch die halbe Schwyz ausgestreckt, im Noth-fall eine streitbare Glaubensarmee stellen zu können. In Dörferndes Freiamtes (K. Aargau) und des Pruntruts (K.Bern) wurdensogar schon Aufstände vorbereitet. Aber der hellere Geist der in-