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XXIII. Noch ein Rückblick.
Das Geschäft ist vollendet. Der Cicerone entfernt sich. OhneZweifel hat und verdient er das gewöhnliche Loos all' seiner dienstfer-tigen Amtsbrüder. Man entschädigt sich für sein überlästiges Ge-schwätz dnrch ein Witzwörtchcn, welches man ihm lächelnd nachwirft, undläßt ihn damit in Frieden ziehen. Ich kann mich dessen wohl be-gnügen , und begleite meine Kunden, mit schuldiger Höflichkeit,zur Pforte des bunten Panorama's, wo sie hereingetreten sind.
Wahrscheinlich hinterläßt, was ich erzählte, in ihrer Seele nurein verworrenes Bild. Meine Schuld ist's nicht und nicht die ihrige.Die Schweiz selber ist das bunteste, großartigste Gemenge vonSeltsamkeiten, wie sie die Hand der Natur, oder das Schicksal derMenschheit, irgend hervorgebracht haben mag. Oder wo kannEuropa, in seiner ganzen Länge und Breite, ein kleines Landvon 800 bis 900 Geviertmeilen aufzeigen, in welchem, nebeneinander, und scharf von einander abstechend, solches Bunterleivon Naturgebilden und klimatischen Wirkungen, von Völkertrüm-mern, Sprachen, Religionen, Gesittungsstufen, Staatseinrich-tungen und Lebensarten besteht? eine Mannigfaltigkeit, die sichimmer wieder und überall, in hundertfach verschiedenen Einzel-heiten der Sitten und Gebräuche, Bedürfnisse, Denkarten undInteressen der kleinen Völkerschaften verzweigt, so wie in ihrenDialekten, historischen Erinnerungen, von Thal zu Thal eigen-thümlichen Physiognomien, Bauarten, Kleidertrachten u. s. w. zurSchau stellt. Man sollte fast schwören, hier, zwischen Alpen und Jura,wären, als in einem großen welthistorischen Raritätenkabinet, dieKulturstände aller europäischen Zeitalter aufbewahrt, vom Höhlen-bewohner herab bis zumSybariten in seinem üppigen Pallast. Ich