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2 (1838)
Entstehung
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zu einem breiten Huicko ckes vo^nKeurs anschwellen. Darumaber ifts hier niemandem, auch mir nicht, zu thun. KlassischeStellen überall, wohin man tritt.

Wenn Staatsmänner, oder die doch dergleichen werden wollen,ihre Schweizerreisen nicht blos als Luftparthie, von Gafthof zu Gast-hof, machen und nebenbei, in Verdauungsstunden, blos denSchönheitswechsel der Gebirgslandschaften in den Kauf nehmenmögen: sondern wenn sie geneigt wären, ihre Kunst, statt ausCollegienheften und Büchern, lieber aus dem Studium der Wirk-lichkeit bei einem glücklichen Volke zu erlernen, würde ich ihnenden Kanton Zürich empfehlen. Das Land mit seinen acht Städ-ten, unter denen, nächst der Hauptstadt, das reiche, gewerbige,aufstrebende Winterthur hervorragt, mit seinen Paar hun-dert Dörfern und Weilern, von denen mehrere schönen Städtenähneln, ist sehr mäßigen Umfangs; daher jungen Staatskünstlernbequemer zu durchschauen, als Ländermassen einer großen Mo-narchie. Das ganze Land hat nur einen Geviertraum von etwa32 geographischen Meilen, auf welchem im fünfzehnten Jahr-hundert eine Bevölkerung von 53,999 Seelen, im achtzehntenJahrhundert eine von 176,999 lebte, und, nach der neuestenZählung, (vom Jahr 1836) 331,576 Einwohner Nahrung fin-den. Schon dies müßte die erwähnten Kunftjünger aufmerksammachen. Auf Barke oder Dampfschiff könnten sie den prachtreichenSee, von Zürich bis zu seinem entgegengesetzten, neun Stun-den entfernten Ende, bei Smerikon, fahren. Wenn sie dannauf dem weiten Wasserspiegel die geschäftig und zahlreich umherschwär-menden Schiffe und Schifflein erblicken, und links und rechts dieUfer mit Palästen, Fabriken, Gärten und stadtgleichen Dörfernbedeckt; wenn sie darauf in die stille, leere Welt der Schwyzeri-schen und St. Gallischen Ufer gelangen, wo ihrem Auge einzelne,ärmliche Ortschaften, dagegen aber malerische Kapellen, Kreuz-bilder und Kirchen begegnen: würden sie ohne Wegweiser die Grän-zen des Kantons finden und von selbst zur Frage kommen, woherder plötzliche Unterschied ? Allerdings, die Nachbarschaft der indu-striereichen Hauptstadt, und die den Verkehr begünstigende Schiff-fahrt, hat zum Aufschwung des Wohlstandes geholfen, und, nochvor fünfzig Jahren sogar, ziemlich wider den Willen der Haupt-stadt. Auch ist er allerdings nicht der gleiche im ganzen Lande,dessen Raum hin und wieder durch unwirthliche Felsenberge , (derenhöchster, das Schnebelhorn, nicht viel über 4999 Fuß steigt) unddurch 39 49 größere und kleinere Seen beengt wird. Indessen