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2 (1838)
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und Gasbädern; Alles mit gewärmter Luft heizbar, Zimmer, wieBäder. Mächtige Maschinen - und Pumpwerke treiben die Wasserder tief und aarwärts gelegnen, reichen Quelle zu den Gebäuden,in denen sie, vertheilt, aus ihren Leitungen, kühl oder gewärmt,hervorsprudeln.

Weit ältern Namens und Rufes sind allerdings die heißenQuellen von Baden. Schon dem alten Helvetien bekannt, wur-den sie von dessen Eroberern mit den Ueppigkeiten Roms geschmückt.Tacitus gedenkt der Anmuth und des Besuchs der helvetischen Ther-men. In den Tagen der allgemeinen Kirchenversammlung von Con-ftanz war hier der Sitz der Wolluft und Freuden, wo selbst vieleder Prälaten und Herrn nicht verschmähten, sich von den heiligenMühen zu erholen, mit denen sie Papste und Fürsten entthront,und Huß und Hieronymus zur Ebre Gottes lebendig verbrannthatten. Wenn man aber das enge Städtchen, mit schmucklosenGebäuden und russigten Mauern, in seinem tiefen Bergkessel ander Limmat erblickt, und nirgends Spuren großen Reichthums oderhohen Wohlstandes wahrnimmt, so kann man sich kaum des Erstau-nens und der sehr natürlichen Frage erwehren: wohin jene uner-meßlichen Geldsummen gekommen seyn mögen, die seit fast zweiJahrtausenden alljährlich von Nähen und Fernen hier zusammen-strömten und zurückgelassen worden sind. Noch vor wenigen Jahrenwar selbst der Weg von dem Städtchen nach den Bädern nicht ohneLebensgefahr im Wagen zu machen, und die Mehrheit der Kurge-bäude von außen unansehnlich, verwittert; von innen unbequem,zuweilen armselig. Es gibt keine Antwort auf die Frage, als, desSommers goldne und silberne Erndten, wurden im Winter vonden Schnittern in ergötzlicher Muße verschmanßt. Mehrere der Gast-häuser mit ihren Bädern giengen, als Fideicommisse einzelner Fa-milien , von Hand zu Hand. Der jeweilige Nutznießer freute sichdes Gewinns, aber hütete sich wohl, davon an Verschönerungenzu verwenden, die nicht immer seinen unmittelbaren Erben zustatten kamen. Wer von den Bürgern verarmte, konnte sich derSteuern aus dem reichen Spitalgut von einer halben MillionGulden getröften. Sogar die reichhaltigste der Quellen, die injeder Stunde mehr denn 6000 Maas heißen Heilwassers, ohn-weit dem User, unter den Wellen des Limmatstroms, ausftößt,verkündete vergebens ihr Daseyn seit Jahrhunderten durch ewigeDampfwolken, welche über sie im Flusse schwebten. Erst seit demJahre 1830 ward diese Quelle, auf Anordnung der aargau'schenRegierung, gefaßt und dem öffentlichen Nutzen übergeben; und

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