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Erfinder der Maschine. Der arme Richard! Er war vergebensgegangen; hatte nicht an Kunst- und Brodneid gedacht. Der Er-finder verheimlichte ihm das wichtige Arcanum. Er untersuchtedas Zahnwerk der Uhren auf alle Weise, bis er den Mechanis-mus errieth, durch den es am leichtesten zu schaffen war. Erversuchte; es gelang. Er war Uhrmacher. Er unterrichtete seinefünf Söhne; er nahm andre junge Leute von La Sagne zu sich,die ihm Hülfe leisten mußten. Richard ward der Gründer desWohlstandes in diesen Thälern, und des Anbaus der höchstenGegenden derselben. Warlich, der Mann wäre des prächtigstenDenkmals werth! Doch er bedarf dessen nicht. Man muß denennur Denkmale baun, die sonst vergessen werden würden; sie sindein Ueberfluß für die, welche sich schon selbst in ihren Werkenverewigt haben.
Der von ihm eingeführte Fabrikationszweig verbreitete sichschnell. Richard half nach allen Kräften dazu. Er ließ sich später-hin in Locle nieder. Als er im Jahr 1741 starb, war sein sinn-reiches Gewerbe schon außerordentlich ausgedehnt. Jährlich werdenbei 130,000 Taschenuhren und bei Tausend Pendeluhren ausge-führt, von verschiednem Preise; in verschiednem Geschmack gear-beitet; similorene, silberne, goldne. Silberne, starke, breite fürdie Landleute der Schweiz und Deutschlands; flache, zierlich ge-schnitzte für Frankreich und Italien; einfache, solide von Gold fürdie Kaufleute von Holland und England; andre, mit Perlen undSchmelzwerk geziert, für Madrid und Lissabon; andre, mit wun-derlichen Arabesken und Schnörkeln für die Levante, von wannensie ins tiefste Asien wandern. Der Mann kann im Winter beider Arbeit in einem Tag auf acht Franken, der kleinste Lehrknabewohl sechs Sous verdienen. Bei der höchst einfachen Lebensartdes Künstlervolks kann der Landmann die Uhren wohlfeiler liefern,oder mehr daran gewinnen, als der Städter im aufwandreichernGenf.
Das weibliche Geschlecht beschäftigt sich mit Spitzenklöppeln.Im Anfang des vorigen Jahrhunderts verfertigte man nur grobeWaaren dieser Art im Val Travers, und ließ sie in Frankreichdurch Hausirer vertragen. In der Mitte desselben Jahrhundertszählte man schon 3000, jetzt bei 8000 Spitzenklöpplerinnen jedesAlters. Man verfertigt die Elle zu 4 Sous bis auf 68 Franks.Man führt davon nach allen Weltgegenden aus. Man berechnetden Ertrag von diesem Luxusartikel jährlich auf 1,500,000 Fr.und den Gewinn der Arbeiter daran auf 800,000 Fr.