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betm Landfriedensbruch der Schwyzer und Basler (im Aug. 1833)ward durch den Unwillen alles Schweizervolks und das entschlosseneEinschreiten der versammelten Tagsatzung, schnell vereitelt. Aberschon die damit gestifteten Bewegungen und Unruhen glichen einerArt Gewinns. Mau wollte den neuen Staatseinrichtungen keineZeit zum Festwurzeln, den neuen Obrigkeiten keinen Frieden ge-statten, Alles in der Erwartung, das Volk werde der immer-bewegten Zustände müde, sich nach der alten Aristokratie beim-sehnen. Man gebrauchte die Freiheit der Presse, um die öffentlichenBehörden durch besoldete Zeitungsschreiber lächerlich oder verhaßtzu machen. Man verdächtigte die Magistrate. Man stellte demAuslande in deutschen und französischen Journalen die Schweiz,wie in Anarchie versunken, zur Schau. Man umringte die in Bernwohnhaften Gesandten fremder Mächte mit falschen Vorspiegelun-gen und suchte, wo irgend ein Mißvergnügter im Lande war,ihn für sich zu gewinnen.
Es kann aber in keinem Freistaat eine politische Parthei auf-steigen, ohne daß mit ihr zugleich ihre Gegnerin hervorgeht, undTroz und Wildheit der einen den Ungestüm einer andern in nochgrößerm Maaße erzeugt. Währeud in der ganzen Schweiz Friede,Frohsinn und Mäßigung zurückgekehrt war, haderten daher in BernUltraariftvkraten und Ultraliberale fort. Die Regierung, fort undfort von jenen angefallen, denen dazu noch der Fanatismus einerPriesterparthei Hülfe bot, sah lange Zeit in den Radicalen ihreVorfechter. Als die letztern aber in der Hitze des Kampfs dieGränzen der Mäßigung überschritten; als die Regierung dem Haßderselben gegen die Aristokratie nicht Genüge that, wandten sichdie Radicalen selber feindselig gegen die Regierung. So ward derAristokratie die Freude, sogar Helfershelfer an ihren eignen un-versöhnlichen, aber unbesonnenen Gegnern zu finden. Die Regie-rung, zwischen beiden und gegen beide, wider eignen Willen,mußte selber Parthei werden; in Ansichten oft schwankend, inMaßregeln oft übereilt wählend, bald zu weit voranschreitend,bald, dessen reuig, wieder zurückschreitend seyn.
Das Uebel zu vergrößern, traten noch Zerwürfnisse mit demAuslande dazu, welche von jenen Partheien, und von jeder nachihrer Art, ausgebeutet wurden. Bekanntlich warfen sich einigehundert vaterlandslose Polen, aus Frankreich, bei Nacht undNebel in den Kanton Bern. Frankreich verschloß hinter ihnen so-gleich den Rückweg; die übrige Schweiz wies die Eingedrungnenvon sich ab. Bern mußte sie behalten. Zusammengedrängt, müßig,