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XVII
Kanton Freiburg.
1. Freiburg.
Dies Ländchen, in welchem etwa 86 bis 87,000 Menschenauf einem Raum von 26 bis 27 geographischen Geviertmeilen m6 kleinen Städten, mehr denn 200 Dörfern, 300 Weilern, zer-streuten Wohnungen und Höfen, beisammen wohnen, bietet demBeobachter eine so große Mannigfaltigkeit der Landschaftsbilder,der Sprachen, Sitten, Gesetze, Kleiderhrachten, Gewohnheiten,der geschichtlichen und politischen Merkwürdigkeiten und Sonder-barkeiten zur Schau, als irgend ein andrer Schweizerkanton. Aberdem großen Haufen der Reisenden ist das Ländchen nicht namhaftgenug; er kennt es nur, als Durchgangspunkt von Bern zum Genfer-see. Er staunt etwa die wunderliche Bauart der Hauptstadt an,wo hier Gebäude und Kapellen am Rande hoher, senkrechter Sand-felsen über dem wilden Strom der Saane schweben, dort sich in Berg-schluchten verkriechen; hier der stolze Pallaft des Jesuiten-Collegiumsauf der Berghöhe die fromme Stadt dominirt; dort in der Luft,wie Fäden eines Spinngewebes, die neue Drathbrücke, 925 Fußlang, von Berg zn Berg, über Strom und Thal, über Kirchen,Häuser und Thürme, 160 Fuß hoch, hinzieht. Vom Uebrigensieht und kennt er wenig. Eben von diesem Uebrigen mögt' icherzählen.
Das ganze Land liegt hoch, doch fruchtbar; der tiefste Punktnoch mehr denn 1300 Fuß, der höchste noch mehr denn 7000Fuß über dem Meere (der Dent de Brenleyre 7353 Fuß.) Soviele Gießbäche und Waldströme von den Alpen und Jorat-Höhenniederstürzen so viele Thäler lassen sich zählen. Ueberall verwandelt
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