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wallisische Octodurum (Martinach), vielleicht auch den Bernhards-paß , mit dem uralten Aoenticum (Wiflisburg oder Aoanches) undder Stadt der Allobrogen am Engpaß des Jura, den die Rhonedort gebahnt hat, zu verbinden. So war Genf schon seit zweiJahrtausenden, wenn auch nur durch seine Lage, ein wichtigerPunkt Europa's. Er ifts geblieben, während der Strom derJahrhunderte größere Städte und Staaten mit ihren Pallästen,Denkmalen, Thronen und Ueppigkeiten in den Abgrund des Nichtsversenkte. Er ists geblieben durch den lebendigen wunderreich wir-kenden Geist seiner Bürger, der von hier aus Lichtstrahlen überden Welttheil bis in die Steppen Rußlands warf.
Von hier aus wirkte Calvin, wenn gleich kein eingebohrnerSohn Genfs, doch durch die Freiheit der Bürger hier mächtiger,denn irgendwo, erschütternd gegen die Allgewalt des römischen Stuhls.Von hier aus kamen Beza, Turretini, auch Franz JakobLefort, der an der Seite des großen Czaar Peter die erstenSaaten europäischer Civilisation im moskowitischen Norden streute.Hier war die Heimath jener herrlichen Reihe großer Geister,welche Wissenschaft und Kunst, Gesetzgebung und Gesittung desWelttheils beförderten, wie de Luc, Senebier, Bonnet,Rousseau, die Saussures, und Tronchins, die Say,Mall et. Neckers, die Frau von Stael und viele andre,welche europäische Namen tragen. Hier wohnen und wandeln nochheut Männer unsterblichen Verdienstes, wie, neben andern auchder große Pflanzenkundige Decandolle oder Sismonde-Sismondi, der Geschichtschreiber u. s. w. Genf hat fast keineStraße, in welcher man dem Fremdling nicht die Wohnung einesBürgers zeigen könnte, dessen Ruhm die Geschichte zur Nachweltgetragen hat. Genf ist heut noch durch kunstreiche Industrie, durchseine Gold-und Juwelenarbeiten, ausgezeichnet. Jährlich werdenda bei 79,000 Uhren verfertigt und ins Ausland verkauft. Nochimmer geht diese Stadt den übrigen Schweizern mit Beispielenmusterhafter Einrichtungen und Anstalten voran. Eisendrahtbrücken,wenn auch nur für Fußgänger, wurden in der Schweiz zuersthier versucht; hier zuerst Dampfschiffe gebaut, die man nachherauf andern Seen nachbildete. Genf zuerst hatte unter den Schweizer-städten , nach dem Vorgang Nordamerika's, ein verbessertes Cor-rectionshaus für Sträflinge, als Musteranftalt aufgestellt. Vonwie vielen weit größern Städten und Residenzen Europens läßtsich Aehnliches melden?
Das ist die goldne Frucht, die Genf vom Baume semer Frei-
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