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2 (1838)
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XIII.

Kanton Tessin.

1» Sellinzona.

Non den Lorbeergebüschen und Cypressenhainen des Lagvmaggiore (oder langen Sees) bis zur kahlen Wüste verwitterterFelsen der St. Gotthardshöhen, bietet ein Weg von zwanzigund etlichen Stunden die Abstufungen der Himmelsstriche und Ve-getationen vom Querdurchschnitt des ganzen Welttheils dar. Hierist Italiens prächtige Vorhalle, wo der Norden, mit erhabenerWildheit und Kraftfrische, die wollüstige, weiche Schönheit desSüdens, wie ein rauher Krieger die anmuthige Braut umfängt.Italien, zumahl das mittägliche, mag mit seinen Paradiesen,Meeren und Vulcanen unter blendendem Himmel die Herrlichkeitder (transalpinischen)ennetbirgischen Schweiz" übertreffen, dochselten wohl das Zauberspiel von Gegensätzen, welche in den Thälerndes Tessin die Vermälung der nordischen und südischen Naturhy-vorruft.

. ,Zehn größere, hundert kleinere Thalungen, mit ihren Strömenmid Bächen, münden sich zu denSeeen von Lugano und Locarno,gegen die Ebnen der Lombardei aus, umfangen von der Majestäthvher Gebirgsketten, deren Haupt, bei 8009 Fuß über dem Meer,die Alpenrose schmückt, und deren Fuß sich in Kastanienwäldernverliert. Der Tessin-Fluß, welcher dem ganzen Kanton seinenNamen leiht, durchströmt die Länge des Landes vom hohen AlpseeLucendro, beim St. Gotthardshospiz, bis zum Verb an o, (wieder Lago maggiore ebenfalls genannt wird). Man berechnet denFlächenraum des gesammten Staatsgebietes kaum über 52 deutscheGeviertmeilen, mit einer Bevölkerung von ohngefähr 109,000

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