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der ungeheuersten Frcvelthat schuldig! Ichsrage:
Wo ist der Schuldige? — und ich bin es selbst!
Ich bin der Mörder meines Gottes! — Ja ich bin ein
Gottcsmörder! Ich ein Gottesmörder! — O!
kann ich daran denken, ohne daß mein Herz vor Schmerzbricht? — ohne daß ich Ströme vonThräncn vergieße?Kann ich, ohne vor Schmerz zu sterben, die Stimmedes Blutes meines Jesus hören, welche mir ohne Unter-laß zuruft: Ja, du bist es, der durch die Hand derHenker mich gegeißelt, verwundet, zerfleischt, und mit
Dornen gekrönt hat. Und diese Henker! — Es
sind deine Verbrechen! — — Meine Verbrechen! Omeine Seele! erniedrige dich in den Staub! — O Sünde,abscheuliches Ungeheuer! wer soll bcy deinem Anblickenicht vom Schrecken ergriffen werden? — Wer sollnicht sogar deinen Schatten fliehen, wenn er bedenkt,daß du die Ursache des Todes meines Gottes bist? —Und welchen Todes? — Des Todes am Kreuze! —O Wunder! o unaussprechliches Geheimniß! — DerBöse sündiget, und der Gerechte wird gestraft; derVerbrecher wird verschont, und der Unschuldige wirdmit einer Strenge ohne Maaß behandelt! — — DerEwige liefert seinen einzigen Sohn aus, um einen schlech-ten Sklaven zu befreycn. — Der Urheber des Lebensläßt sich wie ein Lamm zur Schlachtbank führen; einmörderisches Eisen durchbohrt seine Füße, und seinewohlthätigen Hände, und sein vergoßnes Blut löschtalle Sünden seiner Kreaturen aus. — — Welch einGeheimniß von Huld! — — Welches Ucbcrmaaß von