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das Heiligthum der Liebe, aus dem nur Blicke der Zärt-lichkeit hervorgingen, sind ganz erloschen, abcr nochmiteinigen Thräncn befeuchtet, sprechende Beweise einesimmer treuen Erbarmens! — Sein gottlicher Mund istmit dem Siegel des Todes geschlossen! — Diese an-betungswürdigen Lippen, über welche Worte des Lebensstoßen, deren himmlisches Lächeln die Wonne des Him-mels abspiegelte, die sich nur öffneten, um die Sanft-muth zu verkünden, nur um für die Sünder Verzeihung
auszusprechen, — nun sind sie blau und trocken!
Diese Hände, welche überallhin Wohlthaten ausstreuten,sie sind kalt, ohne Bewegung, durchbohrt, und mit
Blut bedeckt! Auf dem feuchten Steine ruht sein
heiliges Haupt, und seine in Blut getränkten Haupt-haare. Diese Brust des Heilandes, allen Unglücklichenoffen, nun unbeweglich und mit Todtentüchern bedeckt,— diese Seite von einer Lanze durchstochen, diese tiefenWunden, diese Füße, welche beständig das verirrte Lammaufsuchten! O Jesus! o meine Liebe! O mein Viel-geliebter! Jesus! vernimm meinen Sckmerzensrus beydiesem herzzerreißenden Anblicke, der mich vor Schreckenstarr macht, und die Kräfte meiner Seele lähmt! —Welche gräßliche Beschimpfung! welch schreckliches Ver-brechen! — und wie sehr mußte es das Herz einesVa-ters, welcher sich durch das Schicksal seiner Sklavenrühren läßt, und ihnen seinen eigenen Sohn sendet,damit er das Werk ihrer Wiedcrvcrsöhnung verrichte,verwunden, wenn er sieht, wie sie mit eigenen Händenihren Befreycr hinopfern! O Himmel! wer ist das