Druckschrift 
Theil 1 (1837)
Entstehung
Seite
314
Einzelbild herunterladen
 

314

Wachsamkeit nicht immer verhindern konnte, in etwasabgenützt ist.

Dieser Theil des Steines ist heut zu Tage mitMauerwerk umgeben, und einem Santon, einer Arttürkischer Mönche, anvertraut, der ihn vor der minde-sten Beschädigung bewahren muß. Dieser Santon istmit kleinen viereckigen Steinen versehen, mit welchen erdie Spur des Fußes unscrs Herrn berührt, und die erdann den Pilgern anbietet; er bekommt ein kleinesGeschenk dafür.

Nach der Richtung des Fußes zu urtheilen muß derHeiland, als er gegen Himmel stieg, das Gesicht nach lMitternacht gekehrt haben.

Die Katholiken, die Griechen und die Armenierfeyern am Himmelfahrtstage die Messe in dieser Moschee,nachdem sie sie vorher gereiniget haben.

Wenn man auf der Seite den Berg hinabsteigt,welche derjenigen, wo ich ihn bestieg, entgegengesetzt^,so findet man 80 Schritte von der Moschee die Trüm-mer einer alten Kapelle, wo unser Herr seine Jüngerdas Gebet des Herrn lehrte, jenes bewunderungs-würdige Gebet, welches den Christen berechtigt, Gottkühn den süßen Namen Bater zu geben, sich als seinKind zu betrachten, und seine allmächtige Baterschaftmit Vertrauen um jene Gnaden und um jene Güterzu bitten, welche allein uns jenes Glück zu gewährenvermögen, dessen Genuß auf der Erde erlaubt ist, unddie uns der unendlichen und ewigen Glückseligkeit deskünftigen Lebens versichern können.