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ter von 3 Jahren hinraffte. Seine Mutter Sybille,welche ihren zweyten Gemahl, Guido von Lusignan,auf den Thron erheben wollte, verursachte unter denChristen Spaltungen, welche die traurigsten Folgenhatten. Es entstanden Parthcyungcn, welche einanderdie Macht beneideten; die Großen stritten sich mitGewalt um das Recht, den Staat zu regieren; sie ver-folgten, verleumdeten einander, und beschleunigten denVerlust der heiligen Stadt.
In dieser Zeit starb Adad, Kalif der Fatimiten inEgypten, und Saladin, sein Vezier und Befehlshaberseines Heeres ließ sich selbst zum Sultan ausrufen.Nachdem er sich durch zahlreiche und schnelle Erobe-rungen hervorgethan hatte, zog er gegen Jerusalem,ohne zu vcrmuthcn, daß ihm der Werrath die Eroberungder Stadt leicht machen würde. Vor Tiberias ange-kommen, lieferte erden Christen eine Schlacht, brachtesie in Unordnung, machte ihren König Lusignan, wel-cher von Raimund, Grafen von Tripolis, feige ver-rathen worden war, zum Gefangenen, gelangte durcheinen glücklichen Erfolg nach dem andern vor die Haupt-stadt, belagerte sie, und zwang sie am 2. Oktbr. 1197zur Uebergabe. Seine Soldaten plünderten in derTrunkenheit des Sieges den Tempel, nahmen das gol-dene Kreuz weg, welches die Spitze desselben zierte,zogen es schmachvvllerweise durch die Strassen undzerbrachen es auf dem Berge Sion. Die Kirchen wer-den geplündert, mit Ausnahme Verdes heiligen Gra-bes, welche die Großmuth des Siegers den Christen