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schen Talente, durch sein Ansehen, durch seine Bered-samkeit, durch das Wohlwollen und die Rücksichten!welche ihm Titus und die römischen Generale schenk-ten, am ersten im Stande gewesen wäre, so großeUebel zu entfernen oder aufzuhalten; ein solcher Judewar es, welcher das niedergeschrieben hat, was Sieso eben gelesen haben. Das gottcsmörderische Jeru-salem ist mit der schrecklichsten und langwierigstenStrafe heimgesucht worden, wie sie noch keine Stadtder Welt getroffen hat oder je treffen wird. Verge-bens wird die Gottlosigkeit in ihrer Wuth gegen JesusChristus die blutigsten Seiten der Weltgeschichte durch-suchen; sie wird nichts finden, was sie mit dem ent-setzlichen Gemälde, welches so eben vor unfern Augenentrollt worden ist, in Vergleich setzen könnte. EineSache setzt mich in Verwunderung, mein Freund! näm-lich daß diese erschreckliche Gerechtigkeit, deren Strafendie Hand Gottes das verbrecherische Jerusalem suhlenließ, in unfern Tagen weder die Völker noch die Städteabschreckt, welche gleich ihm es gewagt haben und nochwagen, sogar auf unfern öffentlichen Plätzen das Gc-schrcy ertönen zulassen:
»Wir wollen weder durch Gott regiert seyn, nochdurch den oder die, welche vorgeben, durch seine Gnadezu regieren, wir haben keinen andern König als jenen,welchen wir uns selbst gegeben haben, keinen andernKönig als Cäsar/
Sie hatten ihn, ihren Cäsar, diese undankbarenJuden, sie hatten ihn, und so großmüthig und gütig
Reise nach Jerusalem, i. Bd. 4 ,