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wurde, sie empfing, als käme sie vom Propheten selbst.Er sah den Willen Gottes in dem des Großherrn, desOberhauptes der Religion, und zweifelte nicht, daßer sogleich zum Genuße einer ewigen Glückseligkeit gc-langen werde, wenn er auf der Stelle und ohne Mur-ren gehorchen würde. Er ließ sich wie ein Lamm zurSchlachtbank führen. Oft erhielt Mancher das Todes-urtheil während eines Festes in seinem Harem, vonseinen Weibern und Kindern umgeben. Er erhebtsich, küßt den Ferman, welcher ihm zu sterben befiehlt,bringt ihn auf den Kopf zum Zeichen des Gehorsams-,begibt sich in das benachbarte Zimmer, nimmt dievorgeschriebene Abwaschung vor, verrichtet seine Ge-bete und bietet seinen Hals dar.
Heut zu Tage hat mehr die Notwendigkeit alsdie Menschlichkeit diese Art Gericht äußerst selten ge-macht, wo nicht für immer aufgehoben. Die Achtunggegen den Willen des Stellvertreters des Prophetengeht nicht mehr so weit, daß man sich so willig zeigtund der Gesandte, welcher die Unglücksschnur über-bringen soll, hat, wenn er seinen Auftrag erfüllenwill, von Glück zu sagen, wenn er den Muth, diesenAuftrag übernommen zu haben, nicht mit seinem Kopfebezahlen muß.
Leben Sie wohl!