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Ich bin so glücklich, taglich der fcyerlichen Messe bey-wohnen zu können, welche die Vater um 5 Uhr Mor-gens in dem heiligen Grabe lesen, und dabey gewöhn-lich das heilige Abendmahl zu empfangen. Diejenigen,welche dabey singen, bleiben außerhalb; aber der denGottesdienst verrichtende Priester befindet sich in demGrabe selbst an einem tragbaren Altare, den man nachdem Meßopfer wieder wegnimmt.
Ich trachte früher dahin zu kommen , und vor demGrabe hingestreckt erwarte ich die Ankunft des Prie-sters. Wenn er erscheint, muß ich mich wegen Man-gels des Raumes zurückziehen, und ich begebe mich,eine Wachskerze in der Hand, an den Ort, wo dervielgeliebte Apostel sich hinabbeugte, um sich zu über-zeugen, daß man den Körper des Herrn weggenom-men habe, wie ihm Magdalena gesagt hatte. Glück-licher als dieser Apostel, welcher nur die Todtentüchersah, sehe ich bald Jesus Christus selbst auf den Altarherabsteigen, um hier seinem schwachen Geschöpfe zurNahrung zu dienen. Dann — diese harmonischenLobgesange der Sanger, diese zarten oder klagendenTöne der Orgel, diese tiefe Geistessammlung der Geist-lichen, dieses heilige Grab, welches ich vor Augen,und, wenn ich mich so ausdrücken darf, zwcy Schrittevon meinem Herzen habe, welches vor Dankbarkeitund Liebe pocht; diese Wolken von Weihrauch, welchesich um den Altar und um den Diener des Herrn er-heben, welcher das heilige Opfer in seinen Händenhält; dieser Heiland selbst, welcher zu mir kommt, wel-