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Theil 1 (1837)
Entstehung
Seite
115
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IIS

Wenn ich auch damit nur Ihre eigenen Erinnerungenauffrische, so bin ich doch überzeugt, daß Sie meineMitteilungen mit jener Theilnahme lesen werden,welche die Frömmigkeit allem schenkt, was von Gotthandelt, und insbesondere von den unaussprechlichenWundern seiner Liebe zu uns.

Ich sagte Ihnen schon in einem meiner letztenBriefe: im heiligen Lande spricht Alles von der heil.Helena und von den Denkmälern, welche sie gegrün-det hat; seit 15 Jahrhunderten erschallt Palästina vonihrem Namen. Mutter eines Fürsten, welcher nachdrcyhundert Jahren der Verfolgung das Ehristenthumzuerst mit sich den Thron besteigen ließ, und dem derheutige Unglaube nur aus Haß gegen Jesus Christusden Namen des Großen streitig macht, konnte dieseberühmte Kaiserin nicht sehen, wie ihr Sohn durchdas Kreuz Triumphe feyerte, ohne gleich ihm eineinnige Dankbarkeit und einen glühenden Eifer für Je-nen an den Tag zu legen, dessen wundervolles Zei-chen ihm Schutz verheißen hatte; daher die zarteVerehrung des Sohnes und der Mutter gegen dieheiligen Orte.

Nachdem Konstantin durch die Niederlage desMaxcntius zum friedlichen Besitze des Reiches gelangtwar, beschloß er, Jesu Christo auf dem nämlichenPlatze, den die Juden zu seiner schmählichen Hinrich-tung gewählt hatten, einen prachtvollen Tempel zuerbauen. Die Ausführung vertraute er im Jahre 326dem heiligen Makarius, Bischof von Jerusalem, an,