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Theil 1 (1837)
Entstehung
Seite
75
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Balsamstauden, von ungeheuerer Ausdehnung. Ichstieg im Hospitium der Bätcr vom heiligen Lande ab,wo man mich sehr gut empfing, obgleich es schon spätwar.

Das Kloster ist auf derselben .Stelle erbaut, wodas Haus des Nikodemus stand, dem die Kirche ge-widmet ist. Im Hospiz sind nur zwey spanische Pa-tres und ein Layenbruder. Diesen Morgen nach demGottesdienste besah ich den Brunnen, welchen die hei-lige Helena, die Mutter Konstantins, hat erbauen las-sen. Man steigt auf ohngefähr 3» Stufen hinab; dasInnere desselben ist sehr weit; man zählt daselbst24 Bogengänge, welche sonst mit schönen Gemäldengeziert waren, die aber die Zeit bepnahe gänzlich ver-tilgt hat. Palästina ist voll von Denkmälern, welchevon der Frömmigkeit und der christlichen Liebe dieserberühmten Fürstin Zeugniß geben.

Eine kleine Biertelmeile von da befindet sich derThurm der vierzig Märtyrer, von dessen Spitze maneine herrliche Aussicht hat. Dieser Thurm, welchereinen sehr guten Eindruck macht, wird bald eine Ruineseyn. Er ist mit Kreuzgängen von ziemlich schönerBauart umgeben, welche einem Kloster angehören,dessen Name mir entfallen ist.

Ich rechnete darauf, lieber Freund! heute abreisenzu können, aber das Wetter, welches bisher so schönwar, hat sich plötzlich geändert; es regnete die ganzeNacht hindurch. Mein Führer, welcher wie alle Tür-ken das Naßwerden fürchtet, ist nicht gekommen, ob-