54
Eilfter Brief.
LiU'naka den ss Nov. rszt.
Der Mensch denkt, und Gott lenkt, mein lieberFreund! Es hat Gott in seiner unendlichen Barmher-zigkeit gefallen, mich mit Lähmung heimzusuchen. Dierechte Seite und der Kopf sind davon ergriffen, unddas rechte Auge, die Wange und der Mund ihrernatürlichen Bewegungen beraubt worden. Ich konntenur mit großer Beschwerde sprechen, und nur mitgroßen Schmerzen trinken und essen, ausspucken konnteich gar nicht. Es war während der Nacht, als ichwahrnahm, daß mein Gesicht eine große Veränderungerlitten habe. Ich erhob mich, und gewann bald dietraurige Ucberzeugung, daß ich gelähmt sey. Ammeisten erschreckte mich das rechte Auge, das widermeinen Willen immer offen und unbeweglich blieb.Es sah immer starr vor sich hin, und schien mir zusagen: Für dich gibt es kein Palästina mehr; denndu bist dem Tode mähe! Indessen hatte kein andererTheil gelitten, und das Gehirn war vollkommengesund.
Ich gestehe, daß ich anfangs ein peinliches Gefühlhatte, als ich mich so entstellt sah. Dennoch, Gott ^gab mir den Gedanken ein, in die Kirche zu gehen,und im Geiste der Buße diese Krankheit als ein ihmdargebrachtes Opfer zu betrachten. Ich betete, wennich mich recht erinnere, das Tcdcum. — Griechische