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Die Waise preiset dich, die Wittwe, die verlassenAm düstern Grabe weint, sie fleht dich betend an,Es mag die Sonne sinken nun ans ihrer Bahn,
Es mag der nächt'gen Sterne Heller Glanz erblassen.
Dich ruft der Wand'rer an, wenn er auf grünen AuenDas heitere Gewölbe über sich erblickt;
Wenn ihn der weiten Wüste Gluth zu Boden drücktUnd er um sich nur dürres Dorngcstripp kann schauen.
Im Sturm ruft dich der Schiffer an mit lauter Stimme;O Meeres-Stern! besänftige das wilde Meer;
Stell gnädig seine cb'nc Fläche wieder her.
Und rette uns vor ungestümmer Wellen Grimme.
Zeigen Sic, mein lieber Freund! diese Zeilen mei-nes Tagebuches gewissen Personen nicht, die Sie wohlkennen. Sie müßten einige Scherze hören, welche Siebetrüben könnten. Maria zu lieben, mein Freund! ist einGlück; ich kann mit den Kirchenvätern sagen: es istdas Merkmal der Auserwähltcn. Wir gehören Jesudurch die Taufe an; wir sind mit dem Zeichen desKreuzes bezeichnet worden. Wir gehören Maria an;denn Jesus hat uns seiner Mutter übergeben. Ichliebe den heiligen Bernhard überaus; — wie liebteer die heilige Jungfrau! Er sagte oft: »Liebt diese zärt-liche Mutter, liebt sie mit voller Kraft der Seele, mit»dem ganzen Leben eucrs Herzens. Dieß ist der»Wille dessen, welcher uns durch sie Alles gegeben»hat. Meine Kindlein! seht in ihr den Zufluchts-