Erster Brief.
Der heilige Wille Gottes.
Abte» St. Urban den 2Z. Juni tSZt.
Ich reise endlich, mein Freund! morgen reise ichab trotz meiner wankenden Gesundheit, und trotz derGefahren, welche Sie Ihre Freundschaft für mich sosehr fürchten läßt; um drey Uhr Morgens werde ichmeine glückliche Wanderschaft antreten. Wenn ich aufdie vergänglichen Neichthümer dieser Welt ausginge,so könnten mich, ich gestehe es Ihnen, bcy meinemAlter, kaum von einer schweren Krankheit genesen,die Pest, welche die Länder durchzieht, die ich be-suchen will, und die Unruhen, die da herrschen, ab-schrecken; allein thcuerer Freund! was ist an dembrennenden Himmel Asiens und Afrikas, was an denansteckenden Krankheiten, was an meiner Gebrechlich-keit, und an den Unfällen gelegen, welche dieses Thalder Thränen überschwemmen! ! ! O schon freue ichmich auf die Leiden und die Gefahren, die mich er-warten. Die Rechte aus dem Herzen und die Augengegen Himmel erhoben, sage ich zu mir selbst: Ichwill die heiligen Stätten besuchen, dieß ist dasZiel meiner Reise; ich will auf dem Grabe Jesu Christiweinen, die väterliche Hand meines Gottes wird michzu dem Ziele führen, wohin mich seine Liebe ruft.
Beten Sie für mich. Gott befohlen!
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