zi6 Eilftes Kapitel.
ihren himmlischen Vater stehen müßen; unddurch das Wörtlein Unser wird ihnen zu er-kennen gegeben, wie sie während dem Gebethein gemeinschaftlicher Vereinigung mit allenGläubigen, und in der Liebe gegen alle Men-schen stehen sollen.
?z. Fr. Warum folget: Der du bist im Him-mcl?
A. Um dadurch eine tiefe Ehrfurcht vorGOttes Majestät einzudrücken, und daß wiruns keine ungeziemende Vorstellungen vonGOtt machen sollen (wie etwa Kinder oderUngeübte thun): sondern daß wir, beim Ge-beth oder Singen, unsere Herzen und Ge-danken von allem Irdischen abziehen und sam-meln, und dieselben zu GOtt, der ein Geistund unbegreifliches Wesen ist, und im Him-mel — ja über alle Himmel — wohnet, er-heben sollen. 2 B. Mos. 20, 4»
14. Fr. Was begehret ein Kind GOttes in der er-sten Bitte: Dein Name werde geheiliget?
A. Daß GOtt und sein Name, seineVollkommenheiten und Werke von ihm undandern lebendig mögen erkannt, geliebet, hochgeachtet und gepriesen werden, dadurch, daßes in seinem Herzen allezeit hege ehrerbietigeund GOtt verherlichende r.nedan?-'n, sodaß, wann er GOttes, seines Vaters Na-men nur nennen höret, in seinem Herzen als-bald eine innige Anbethung und Freude ent-stehen