Von dem wahren Gebethe. 315
inwendigen Trost, Süßigkeit und Freude,und viel weniger um Gaben, hohe Erkennt-niß U. dgl. *).
(g) Offenb. Z, 18. Sphes. r, 18.,— r Joh.5, 20. Ps. 119, 18. u. ZZ. Rom. 12, 2.Apost. Gesch. 9, 6.
(b) Ps. 51, 12. Schaffe in mir, oGOtt, einreines Herz, und gib mir einen neuen, ge-wissen Geist.
11. Fr. Haben wir nicht eine Vorschrift, waswir von GOtt bitten, und auch einiger Maßenwie wir zu ihm bechen sollen?
A. Ja, in dem allervokkommensten Ge-beth, welches uns der HErr JEsus selbst ge-lehret hat, und also anfangt: Unser varecin dem Himmel — und wie noch weiter imEvangelio Matth. 6, 9 — iz., deßgl. Luc»
11, 2— 4, angeführt stehet.
12. Was will uns der HErr JEsus zu verstehengeben, wann er uns lehret sprechen : UnserVater?
A. Durch diese liebreiche und trauliche An-sprache Varer, will er Kinder GOttes leh-ren, wie ihre Herzen bei dem Gebeth in kind-licher Zuversicht und Vertrauen gegen GOtt
ihren
*) Weil dieses nämlich gesäbrlich ist, indem sich dieEigenliebe leicht damit vermischet, sich der Gaben,der Süßigkeiten, Erkenntnisse u. d.gl. m. anmaßet,sich darin gefället, brüstet, der Reinigung von Sün-den durch IEsu Blut und Geist, des Bechens u. s.w. vergißt, und voll geistlichen Stolzes und eignerGerechtigkeit wird. A. d. R.