Von der Wiedergeburt, und derselben:c. go?
iü. Fr. Was kann man überhaupt bei dieser Vor-stellung anmerken?
A. Daß sich viele Menschen hierin jäm-merlich bekriegen, und zwar i) solche, wel-che zwar ihre Heiligung anfangen, abernichtfortzusetzen und zu vollenden trachten (a).2) Diejenigen, welcheihre Heiligung und dieHeiligkeit setzen, entweder in Wahrnehmungdieser oder jener äußern Pflichten, als: lesen,hören, singen, bethen, fasten u. d. gl.; oderauch in Abschaffung des Ueberstusses in eini-gen äußern Dingen, als da sind: Häuser,Kleider, Hausrath, Essen, Trinken u. a. dgl.m Oder auch z) solche, welche die Heilig-keit darin setzen, wenn sie diese oderjeneGe-sellschaft fliehen, ein und andere böse Gewohn-heit ablegen, wenn sieden Ausbruch der indie Augen fallenden Sünden, oder auch sol-cher Sünden meiden, welche nicht schwer fal-len zu unterlaßen; so, daß sie sich eines äußer-lich ehrbaren und eingezogenen Wandels be-fleißigen. Dieses alles kann aus gewissen unsläutern Absichten, oder auch, weil es einstilles Naturell mit sich bringet, oder auchdeßwegen geschehen, weil das Gewissen dar-über beunruhiget wird; und das Herz kann da-bei doch immer noch in seinen alten Gräueln undim Grunde der Eigenheit ruhig fitzen bleiben*). (2)
) Danm nnrd aber nicht gesagt, daß diese und der-gleichen Pflichten und Uebungen verwerflich und an
sich