Print 
Unparteiischer Abriß christlicher Grundwahrheiten von dem sel. Ger. Tersteegen hinterlaßen, nun aber um des vortrefflichen und wichtigen Inhalts willen von Freunden des Verf. dem Druck übergeben
Place and Date of Creation
Page
243
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

Von dem Leiden, Sterben IEsu:c. 24z

und Höllenangst; dem Le»be nach, Krank-heiten und Schmerzen, Armuth und Man-gel, und endlich den bittern und schmählichenTod des Kreuzes.

Z. Fr. Welche Leiden waren wohl seine größten?

A. Die große Traurigkeit seiner.Seele;der Schrecken über alle Sündenlast der gan-zen Welt, die dieses Lamm GOttes trug;die grausame Wut des Satans, in entsetz-lichen Anfechtungen und Versuchungen dieseshöllischen Drachen, und der ganzen Machtder Finsterniß, die ihm, sonderlich am Endeseines Lebens, stark zusetzte: das schwerste vonallen Leiden aber war ihm das durch die Sündeerzürnte Angesicht seines lieben himmlischenVaters zu empfinden.

4. Fr. Was vermehrte dieses Leiden noch?

A. Die Hoheit und Heiligkeit seiner Per-son; da er in solcher Majestät und Herrlich-keit bei seinem Vater, vor Grundlegung derWelt war, daß er es nichr für einenachtete, GOer gleich seyn. Philipp. 2, 6.Er war des Vaters allerliebstes Lustspiel undSchooßkind (Spr. Sal. 8, Zv.), fern vonaller Sünde, und von den Mündern abge-sondert (Ebr. 7, 26.); gleichwohl wand erfich nun, und winselte wieder ärmste Wurmauf der Erde, in größter Seelenangst undTraurigkeit; und ward, zum Schauspiel derganzen Welt, an ein Kreuzholz gehenkt. ErQ 2 fühlte