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Zehntes Kapitel.
gesündiget hatte, sterben mußte; das ist:weil der Mensch muthwillig seinen Willen,fein Herz und Begierde von ihm abwandte,so mußte GOtt sich auch mit seinem Lichrevon ihm zurück ziehen, um diesen widerspen-stigen Sünder an sich selber, und folglich derFinsterniß und dem Satan, dem er seinenWillen übergeben hatte, zu überlasten.
7. Fr. Was schließest du hieraus?
A. Daß es nicht allein nothwendig sey,daß des Menschen Wille und Begierde geän-dert werde; sondern daß auch vorhin GOttversöhnet, daß seiner Gerechtigkeit genuggethan werde, und dergestalt seine Gunst,Gnade, Licht und Liebe wieder erworbenwerden mußte, wann der Mensch je wiederhergestellet werden sollte.
K. Fr. Weil also aus dem Gesagten genug erhellet,daß kein Mensch für sich seid st, GOtt ver-söhnen, seiner Gerechtigkeit genug thun, undsein Licht und Gnade erwerben will noch kann,so sage mir, sollte es einer für den andernnicht thun können?
A. Viel weniger, weil sie alle Sünderfind.
y. Fr. Kann es dann auch kein Engel?
A» Nein, denn sie hassen die, welche GOtthasset, und darum auch den muthwilligenSünder; demnächst läßt »s auch GOttesGerechtigkeit nicht zu.
ro.Zr.