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Unparteiischer Abriß christlicher Grundwahrheiten von dem sel. Ger. Tersteegen hinterlaßen, nun aber um des vortrefflichen und wichtigen Inhalts willen von Freunden des Verf. dem Druck übergeben
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Zehntes Kap. Von dem Unvermögen :c, 727

wieder zu GOtt zu wenden, wohl aber sichvor ihm zu verbergen und zu fliehen.

Z. Fr. Behielt aber der Mensch nicht nach dem Falleseinen freien Willen?

A. In rechtem Verstände zwar ja, abernur in seinem Element. Denn, so wie einFisch im Wasser schwimmen kann, wie undwo er will, außer dem Wasser aber nichtwill noch kann; also behielt der Mensch auchnach dem Fall zwar seinen freien Willen,aber nur in und zu dem Bösen, so daß (ermochte wollen, begehren und thun, was esnur war) er doch aus sich selber nichts thatals sündigen, und je langer je mehr von GOttabsinken in die Finsterniß und ins Verderben.

4. Fr. Was folgt hieraus?

A. Daß der Mensch unmöglich je zurechtgebracht werden kann, ohne Umkehrung undVeränderung seines Herzens, und Verlaug-nung seines Willens und seiner Begierden.

5. Fr. Gesetzt aber, der Mensch hätte einen Willengehabt, sich wieder aufzurichten z sollte er es dannnicht gekonnt haben?

A. Nein, eben sowenig, und noch weni-ger, als einer zur Mitternacht das Licht derSonne zuwege bringen kann, er mag seineFenster auch so weit offen setzen als er will.

6. Fr. Wie so?

A. GOttes Gerechtigkeit, Heiligkeit undWahrheit erfoderte, daß der Mensch, der

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