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Unparteiischer Abriß christlicher Grundwahrheiten von dem sel. Ger. Tersteegen hinterlaßen, nun aber um des vortrefflichen und wichtigen Inhalts willen von Freunden des Verf. dem Druck übergeben
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io2 Achtes Kapitel.

Z. Fr. Was ist des Menschen steib?

A. Dieser sichtbare Körper, der Haut undGlieder hat, und aus vielen und mancherleiTheilen zusammen hangt: als Fleisch, Blut,Mark, Bein, Haut, Adern, und allerhandsüßen, sauren, salzigen und bittern Feuch-tigkeiten und Kräften.

4. Fr. Hat GOtt den Leib des Menschen so hart,grob, trag, schläferig, mühsam, kränklich undsterblich gemacht, wie er jetzt ist?

A. Nein, GOtt hat ihn gut und schöngemacht. Darum durfte der Mensch sichauch nicht schämen, wie jetzt; er sollte un-sterblich, unverderblich und unzerbrechlich,und keiner Kälte, Hitze, Müdigkeit, Be-schwerung, Pein, Krankheit, Alter, leiden,noch einigen unordentlichen Bewegungen un-terworfen seyn. Er war also ein schönes undheiliges Werkzeug des Geistes.

5. Fr. WaS ist des Menschen Seele?

A. Es ist das leben und der Grund seinerSinne und sinnlichen Empfindungen, seinerLiebe, Affecten, Zorn - fähigen und lüstern-den Begierden.

6. Fr. WaS ist deö Menschen Geist?

A. Es ist der innerste Grund seiner Seele,oder der Abgrund des unsterblichen, unsicht-baren Wesens in ihm, welches GOtt zu demEnde erschaffen hat, daß er 1) darin wohne,spiele, und sich spiegele und offenbare; daß

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