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Fünftes Kapitel.
nichts zufälliger Weise oder ungefähr, da Eralles voraus weiß, und dirigiret; sondernnur in Ansehung der Menschen, welche GOt-tes Gedanken und Vornehmen nicht wissen;und daher dünkt ihnen bisweilen etwas unge-fähr zu geschehen. Darum sagt Salomo,daß das Loos geworfen werde in den Schooß,es falle aber wie der HErr will. Spr. Sal.
16, ZZ.
17. Fr. ES geschehen aber oft Dinge, welche mitGOtteö Gerechtigkeit zu streiten scheinen: z. B.daß es den Gottlosen oft wohl gehet, und denFrommen übel z ist denn GOtteS Direction undRegierungauch darunter?
A. Freilich ja: darum, wenn uns schonoft etwas fremde vorkommt, so müßen wirdennoch unsere Vernunft gefangen nehmen,die verborgene Wege GOttes anbethen, undfestiglich glauben, daß er, der Gütige, Weiseund Gerechte, Alles wohl, weislich und nachGerechtigkeit ordne, ob gleich unsere thörichteVernunft sich nicht allemal in seine Wegeschicken und finden kann. Was aber denPunct betrifft, daß es den Gottlosen in die-ser Welt oft wohl gehet, darin hat man GOt-tes große Güce und Langmuth anzubethen,welche dieselben noch ;uc Vuße leiten will.Röm. 2,4. Jesa. zc>, 18; dieß ist dann aberauch nur ihr Theil, welches sie in diesem Le-ben empfangen (a). Wann es aber manch-mal, in dieser Welt, den Frommen, demLeibe nach, übel gehet: so erkennen sie dabei
alle-