8 Erstes Kapitel.
Lehren, eine so ungemeine Lauterkeit, Heilig-keit, Einfalt,Wahrheit, Majestät undKrafthervor leuchtet. (Man lese nur z. V. fol-genden Spruch aus Jefaias i, 2: Höret ihrHimmel! — und Erde, nimm zu Ohren!denn der HErr redet. *) — Matth. 7, 28,29. — Joh. 7 / 46.
12. Fr. Welches ist aber das allergewiffeste und un-zweifelbarste Zeugniß, welches ein Glaubigerinsonderheit von der Göttlichkeit der H. Schriftbekommt?
A. Das Zeugniß, welches GOtt selbstdurch seinen Heiligen Geist, der der Urheberder Schrift ist, davon in seinem Herzen gibt,welcher Geist allein den Glauben an GOttesWort und Wahrheit in ihnen wirken kann,und muß.
Joh. IÜ, IZ. Wann aber jener, der Geist derWahrheit, kommen wird, der wird euch in alleWahrheit leiten. — 1J0H. 2, 20 und 27. Ihrhabt die Salbung von dem, der heilig ist, undwisset alles. Und die Salbung, die ihr von
ihm
'») Ein frommer Prediger sagte einst, aus Befragen -ob er nichts mehr in Druck geben wollte t — Er hättedazu keine Freiheit mehr; wenn er aber je etwasheraus gäbe, so würde es über die Sprache der H.Schrift seyn; denn die hätte so was ganz Eige-nes, voll hoher Einfalt und wurde, das schlech-terdings unnachahmlich wäre, und das man inkeinem, auch dem berühmtesten Griechischen oderLateinischen Schriftsteller so finde: welches aber frei-lich nur der zu empfinden fähig wäre, der in demGeist der heiligen Schreiber stünde, und sich von denvorgefaßten neumodischen Begriffen einer so genann-ten Schönheit >m Styl nicht irre führen ließe.
Anm. d. N.