det hat. Den Punkt am Himmel, wo die Erd? sich z. B. am Januar dieses Jah-res befindet, hat sie am t. Januar künftigen Jahres noch nicht erreicht; in andernWorten: das Jahr, wie die Alten es nach dem Zeichen des Himmels rechneten, ist am ch1. Januar künftig I. noch nicht um. Da nun jetzt unsere Kalender nicht den Um- 'lauf um die Sonne, sondern die Periode der vier Jahrszeircn als Jahr annehmen, stist leicht einzusehen, warum unser Kalenderjahr fernerhin eben lang bleibt- Wennnämlich die Erde in den vier Jahreszeiten sich ZÜS mal um ihre Achse dreht, so wirdsie dieses vielleicht auf Üoc» Millionen Meilen von der Sonne eben so wohl thun, alsauf der Entfernung von 20 Millionen-
Da wir für das Kalenderjahr kein anderes Maaß haben, als den periodischenHin- und Hertrilt der Erde, die uns in ihrem Laufe mitnimmt, über Aequator, stmuß dieses Jahr nothwendiger Weise für uns Erdbewohner wirklich oder scheinbarimmer gleiche Lange behalten- Denn angenommen die Erde weiche allmählig langsamervom Aequator ab und die vier Jahrszeiten würden immer länger, so sähen wir dochimmer denselben Umlauf der Jahreszeiten und erkennten die Verlängerung nicht. Esbegreift sich ebenso, daß wenn jetzt der Wechsel der Jahreszeiten in einem länger»Zeitraume als vor z- B. tausend Jahren Start hätte, wir diesen Unterschied nichtmerken könnten, da die Periode der vier Jahrszeite» lang oder kurz, für uns innrerein Kalenderjahr ist und bleibt. So würden wir auch, wenn der Tag sich wirklichverlängerte, dieses nicht erkenne» und immer fortfahren 2» Stunden auf jedcn Tagz» rechnen und nicht wisse» ob die heutigen Stunden länger sind als die, welche manvor loaiZ Jahre» gehabt hat. Wir wollen hier keinen Beweis führen, daß die Pe-riode der Jahreszeiten sich allmählig verlängert; da aver auf größere Entfernungvon der Sonne alle Bewegungen langsamer werden, so muß die Abweichung vomAequator und die Umdrehung der Erde mit der steigenden Entfernung von der Sonneimmer langsamer und folglich die Periode unserer Jahrszeiten und unserer Tags im-mer länger werden- Das Sternenjahr wird in gleichem Maaße länger, insofern dasKalenderjahr uns zum Maaßstab dient, womit wir es abmessen. Es verlängert sichaber außerdem auch noch jährlich um einige Minute» mehr, als zu PtolomäusZeiten- Die Astronomen haben die fortwährende Verlängerung des Sternenjahrs ge-nau beobachtet, da sie aber die wahre Ursache derselben, die Abweichung der Erde vonder Sonne, nicht erkannten, wollten sie eine physische und wirkliche Verlängerung desJahres nicht zugeben, obschon wie Laland e ausdrücklich sagt, solche aus den Beo-bachtungen hervorging.
Nicht bloß die Umlaufszeit der Planeten, sondern auch die Perioden der Kome-ten verlängern sich mehr und mehr. Dies ist bei dem E n cki schen Komet, weil er in !kurzen Perioden erscheint, schon allgemein bemerkt und anerkannt werden- Aber anstattdie Verlängerung seiner Periode der wirklichen Vergrößerung seiner Bahn zuzuschrei-ben, hat man die frühern Berechnungen berichtigt, das heißt anstatt zu bekennen, dasd-e frühere Berechnung der Bahn falsch gewesen, oder durch die Vergrößerung derBahn irrig geworden ist, hat man der ersten Berechnung, nach dem technischen Aus,druck, eine Variante zugesetzt. Auf diese Weise braucht man nicht einzugestehen, daßder Lauf des Kometen fleh nicht »ach der Berechnung fügt, sondern man fährt viel-mehr fort zu jagen, daß seine Bewegung wundervoll mit der Berechnung (nämlichder verbesserten, übereinstimmt. Kaum ist aber eine Berichtigung gemacht, so wirdschon wieder eine andere nöthig; und da nun sichtbar die Umlausszeit des Kometensich immer mehr verlängert, was nach der Attraktionslehrc unbegreiflich ist, so hat einAstronom sich des Ausdrucks bedient; --man sähe welchen Widerstand der Komet imAether fände.-- Wie man aber diese Ausrede mit der Attraktionslehre verpaarsnkann, ist nicht leicht zu begreifen: denn die Centrifugal - oder Wurskraft müßte, wenn