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Gemeinnützige Andeutungen im Gebiete der Gewerbthätigkeit und der Wissenschaften
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XXkkl. Allgemeine Ansicht des Weltalls.

Die Annahme der Leere des Weltraums, welche nach unsern gewöhnlichen Begriffeneine Unvollkommenheit der Schöpfung seyn würde, und immer von den Philosophenmit dem l>orr»r vacui zurück gewiesen worden ist, wurde im löten Jahrhundertdurch Newton nicht ohne irrige Voraussetzungen und Trugschlüsse durchgesetzt, und somit die Bewegungen der Himmelskörper ohne eine Menge anderer falscher Annahmenund Erdichtungen unmöglich gemacht. Im gefüllten Weltraum kann man sich dieWeltkörper schwebend denken, wie sich eine Schneeflocke in der Atmosphäre emporhalt-Bei der Annahme der Leere des Raums war es aber keine geringe Schwierigkeit dieWeltkörper das leere Weltall durcbwandlen zu lassen. Da diese auf eine natürlicheWeise nicht zu heben war, so erdachte man zwei entgegengesetzte geistige Kräfte, dieden Planeten im leeren Raume balanciren sollten. Im gefüllten Raum werden dieWeltkörper, wie ein Schiff vom Strom oder vom Wind, durch den Strom der Gasefortbewegt. Im leeren Raum wußte man die Himmelskörper nicht auf eine natür-liche Weise in ihrem Laufe zu leiten, und so erdachte man übernatürlicheKräfte und gab den Planeten eine Art Verstand oder Leben, damit sie sich selbst imleeren Raume erhalten sollten, was jedoch einem lebenden Wesen selbst nicht möglichwäre. Kann man sich aber vernünftigerweise Körper denken, die im leeren Raum,ohne andere Stützen, als geistige Kräfte oder Gedanken einen gleichförmigen Laufhalten? Kann man sich eine Materie, eine Kugel denken, die immer strebt in geraderRichtung fortzulaufen, und die durch den Faden der Anziehungskraft, die kein Faden,sondern nur ein Gedanken ist, gezwungen wird im Kreise zu laufen? Wenn ein Kör-per den andern ohne eine materielles Band anziehen könnte, so wäre er mit einer gei-stigen Kraft begabt, die viel wunderbarer wäre, als das Leben selbst, da dieses so vielmit seinem geistigen Wirken nicht auszurichten vermag. — Nimmt man statt deserdichteten Räderwerks der Attraktionslehre die Fülle des Weltraums an, so schwindetdas Metaphysische, das Wunderbare; wir kommen auf das Natürliche, auf das imBereich unserer Sinne liegende zurück, und statt der lacherlichen Idee von Sphären,die, gleich den lebenden Rädern der Apokalypse, von selbst laufen, sehen wir in derFülle des Raumes, gleich Schiffen, die ein Stoom mit sich fortbewegt, die Weltkörpergefahrlos auf einem Meere ohne Klippen, dessen Lauf die Ewigkeit festgesetzt hat,ruhig dahinströmen. — Bewegung im leeren Raum ist so schwer zu denken, dagegendie Fülle so einfach! Wie schwebt der Vogel so leicht im gefüllten Luftraum, vonGasen getragen empor. Wäre der Lustraum leer, so müßte der Vogel an der Erdeliegen bleiben. So würde auch das Weltall bewegungs - und leblos seyn, wenn derWeltraum leer wäre, und die unaufhörlich steigende Verdünstung nicht alles in ihrerewigen Bewegung mit sich fortrisse.

Die Ausfüllung des unendlichen Weltraums, Vermöge der unendlichen Ausdeh-nungskrast der Gase (Seite Zll), zeigt uns wie diese an den Verbrennungspunktenewig leuchtende Sonnen unterhalten können. — Da nichts durch das Feuer der Sonnevernichtet, sondern bloß Wärme durch den Weltraum verbreitet und immer neu- Ver-dünstung hervorgebracht wird, so kann und muß die Verbrennung sich immer erneuernund ewig wahren. Ewig ist bloß die Materie und diese ihr- einfache Bewegung: alleGestalten, alle einzelne Theile des Stosses so wie unsere Erde und das ganze Heerder Weltkörper sind vergänglich. Nichts steht ewig fest, nichts steht still in der Natur;alles ist im Entstehen oder im Untergehen begriffen; alles muß steigen oder fallen.Es giebt kein Stillstand, als eben der Wendepunkt, und diesen nennt oft der Mensch,der etwa länger als die Mücke lebt, eine Ewigkeit. Wenn wir die Bahn, welche jetztunsere Erde durchläuft, sich nicht vergrößern und die Sonne sich von uns entfernen