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Schnelligkeit der Bewegung nur durch das Vorüberflicgen der Bergs und Bäume ab-messend. Es war zuvor nicht bekannt, daß die schnelle Bewegung, weit entfernt, demReisenden die Luft abzuschneiden, diese hingegen mit fortschleppt, wie daraus zu erse-hen ist, daß manchmal eine Fliege sich lange Zeit in der Nähe eines Wagens in derLuft erhält und ihm folgt, ohne die Luft mit einer Schnelligkeit von »0 Fuß in der Se-cunde zu durchschneiden.
Die Kunst ist auch bisher nur bedacht gewesen, und man hat nichts weiter versucht,als die Menschen schnell ^nd bequem zu transportiren. Mit der Dampfmaschine reisennun auch die Pferde zu Wagen. Ein Bahnwagen nimmt einen vierspännigen Wageneben so leicht auf, als wir ein Kinderspiel in einer Chaise mitnehmen, und setzt ihn baldin einer entfernten Stadt, gleich als ob er vom Schiffe landete, wieder ab. So sieht manReisende, Chaisen, Pferde, Kutscher und Herrschaft, Hafer und Heu. gleich der Schlit-tenfahrt fortfliegen und von einer entfernten Station aus mit ausg ruhten Pferden ihreReise fortsetzen. Was sagen zu dieser Erscheinung die guten Leute der alten Zeit, diealles Neue so gern belächeln, jeden Fortschritt in Zweifel ziehen, für unausführbarerklären?
England braucht gegenwärtig eine Million Pferde. Jedes Pferd braucht zu seinerNahrung an Heu und Hafer so viel Acker, als acht Menschen ernähren könnte. Wennmithin England alle auf seinen Chausseen verwendete Pferde durch Dampfkraft ersetzthaben wird, so kann es acht Millionen Menschen mehr ernähren. Wenn aber auch dieDampfkraft auf den Landbau angewendet wird, so hat eine doppelte Bevölkerung zuleben. Es ist leicht zu berechnen, um welche Summen ein Land sich bereichert, das eineMillion Pferde erspart, deren Erziehung drei Jahr Futter ohne Arbeit, oder derenAnkauf, nur zu 100 Thlr, schon 100,000,000 Millionen betragt. — Welche Ueberschüssean Bedürfnissen und Annehmlichkeiten des Lebens, also auch an materiellem Wohlseyn,werden den Völkern >u Gebote stehen, welche die Zugkraft der Thiere, die von gleichenProdukten mit den Menschen leben, entbehren lernen und eine bewegende Kraft an ihreStelle setzen, die ihren Unterhalt in den Worräthen des Innern der Eide findet!
X. Von der Kapital-Anschaffung für Anlegung von Eisenbahnen.
Wenn es zu dem entscheidenden Punkte kommt, Kapital zu einem industriellen Un-ternehmen einzuschließen, wird man immer bemerken, daß es Darleiher gibt, die mit ihremGelde Geschäfte zu machen bereit sind, und andere, die ängstlich, mißtrauisch und unkun-dig sind, und vor Allem ihr Kapital ganz sicher ausgesetzt wissen wollen. Jens subscri-biren zuerst Aktien; diese wollen sie erst nehmen, wenn das Geschäft sicher, das heißtfertig ist. Jene sind bereit, nützliche Geschäfte zu befördern; diese niemals. Jene be-gnügen sich mit der Wahrscheinlichkeit eines guten Gewinnes und betheiligen sich nachsachkundiger Einsicht oder aus Patriotismus; diese nehmen bloß dann Aktien, wenn siedurch einen feststehenden Werth mehr Sicherheit und Einkommen, als andere Papiere,gewähren. Diese Gesinnung der durch die beweglichen Staatspapiere, und durch daseinfache Abschneiden der Koupons, verwöhnten Kapitalisten, macht es wünschenswert^,daß die Theilnahme an gemeinnützige Unternehmungen, so viel wie möglich, allen Klas-sen eröffnet werde. Die, Seite ii, beschriebenen Zinsen-Lotterie und wachsende Scheine wür-den diesen Zweck am meisten entsprechen: für das Handeltreibende Publikum dürftenauch Transportbillets eine ausgedehnte Theilnahme erleichtern.
Man hat schon mehrmals zum Behufe der Anlegung von Kanälen und Eisenbah-nen als Papiermünze Bons ausgegeben, welche für geleistete Transporte in Zahlungangenommen worden. Da aber hier die baare Einzahlung nicht mehr als auch baareAktien aufbringen kann, und eine Verpflichtung der Bahn ein jährliches Quantum vonFrachten zuzuwenden schwierig festzusetzen ist, so ließe sich durch einen Mittelweg theils