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den kleinen, kaum von zweitausend Seelen bevölkerten Ort, wegenseiner Widersetzlichkeit zu züchtigen. Acht Stück groben Geschützesstanden gegen diese bescheidnen Wohnungen aufgepflanzt, dereneinige die auf sie geworfenen Kugeln heut noch, als Zierde, Ehren-zeichen oder Denkmale der Zeit, eingemauert tragen. Aber dieSturmglocke des Thurms, die aufgestiegene Rauchsäule eines vomGeschütz iu Brand gesetzten Gebäudes, hatte weit umher dasVolk der übrigen Landschaft zur Vertheidigung oder Rache herbei-gerufen. Die Truppen Basels wurden zum Rückzug gezwungen.Die Volksfreiheit feierte hier und an diesem Tage ihren erstenTriumph.
Ueberhaupt herrschte im Leben und Wesen dieses Landvolkesimmer schrofer Gegensatz zu dem der Hauptstadt Basel. Vergebenssuchte man einst auch in den 74 Gemeinden des Kantons den düster-müthigen Geist des Pietismus herrschend zu machen; er ließ sich nichtvollständig einbürgern. Er erzeugte Partheiung und Zwietracht inDörfern und Haushaltungen und rohe Herabwürdigung des geistlichenBerufs. Vergebens versüßte die oberherrliche Stadt durch reicheWohlthaten nnd Unterstützungen das bittre Gefühl dienstbarer Unter-würfigkeit oder Niedrigkeit, welches in der Brust des Landmannsdurch städtischen Geldstolz und Gebieterton rege blieb. Dies Volk, ob-wohl es noch die Narben ehemaliger Leibeigenschaft trug, hatte beialler Unwissenheit, bei allem Aberglauben, worin es gelassen war,einen zu lebhaften Geist, einen zu tüchtigen Verstand, ein znreizbares Gemüth von der Natur, um nicht das freiere Loos desLandmanns in den angränzenden Staaten der Fürsten zu erkennen,und sich seiner unschweizerischen Zustände zu schämen. Mehrmalsschon in frühern Jahrhunderten erhob es sich in gewaltsamer Be-wegung wider die Machtsprüche der Stadt, und jedesmal warLieftal Mittelpunkt der allgemeinen Aufwallung gewesen. Aberjedesmal büßte es, unterliegend, statt zu gewinnen, von seinenRechten ein. Zwar nach dem Aufstande von 1525 empfing esurkundlich Lossprechung von der Leibeigenschaft; aber schon sechsJahr nachher mußten die „armen gehorsamen Unterthanen" ihreUrkunden, und zwar wie vorgegeben wurde, „freiwillig" an dieStadt zurücklief: rn und sich wieder in den Stand der Leib-eignen einsetzen. — Von dieser Zeit an erbte Groll und Wider-wille des Landmanns gegen die städtische Hohe/t fort von Geschlechtzu Geschlecht.
So darf man sich nicht wundern, daß dieses Volk schon imIah? 1797- da der Eroberer Italiens, Bonaparte, durch die
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