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ErasmnS von Rotterdam; hiev ist die Hetmaty der Baut» ine,der Iseltne, derEnler, Bernoulli's und andrer erleuchtetenund weirlenchtenden Vianiwr. Hier ist fast jede Straße Trägerinirgend einer geschichtlichen Denkwürdigkeit; so wie die Stadt selbstund ihr Name an mehr, als ein dem Welttheil wichtiges Ereignissmahnt, an Kirchenversammlungen, Friedensschlüsse u, s. w.
Wie alle Schweizerstädte, ist anch Basel nur eine Stadt vonmäßiger Bevölkerung. Sie mag bei 17,000 Einwohner, und gegenLL00 Gebäude enthalten; ihr Umfang ließe auf das doppelteder Seelenzahl schließen. Ader stolz auf ihr Bürgerthum, odereifersüchtig auf den Genuß ihres von der Vorwelt ererbten Germeingutes, ist sie in Aufnahme neuer Mitbürger karger geworden,als sie es vordem gewesen. Man zählt schon seit einem halbenJahrhundert unter den Bewohnern der Stadt fast eben so vielefremde Anfassen als Ortsbürger. Im siebenzehnten Jahrhundert wardes Fremden sogar gesetzlich untersagt, Hans und Hof in der Stadteigenthümlich zu besitzen, -,nm allerhand wichtiger Ursach willen."Obwohl die Bauart der Straßen und Hauser noch das nicht leichtzu verwischende Gepräge der mittelalterischen Reichsstadt trägt,beuten doch anch hier schon viele Wohnungen, in edlerem Stylaufgeführt, öffentliche Lnftgange und andere Verschönerungen denverwandelnden Geist des neunzehnten Jahrhunderts an.
Es liegt in des Schweizers Gemüthsweise, an Art und Brauchfeiner Altvordern fest und treu zu hangen, sei es aus kindlicherEhrfurcht vor deren Weisheit oder ans jener süßen Behaglichkeit,weichein aller Gewohnheit liegt, und ihren Zauber durch nichts, alsdurch Gewalt der Umstände oder mächtiger Leidenschaften lösen laßt.Unter Gebirgsbewohnern ist dies, bei Einfachheit ihrer Verhältnisse,bei Armuth und Geistesruhe nichts Seltenes. Aber merkwürdiger istsin einer Stadt, durch deren Thore die Handelsstraßen Italiens,Frankreichs und Deutschlands ziehen; wo von jeher sich großer Verkehrder Fremden regte; wo Reichthum, Wissenschaft und Gewerbe ihreFrüchte trugen. Basel widerstrebte unter allen Städten der Schweizvielleicht am längsten und hartnäckigsten den Veränderungen inSitte, Brauch und Lebensart; und zwar, was nicht unbeachtetgelassen werden darf, mehr in geringfügigen Nebendingen und Klein-lichkeiten , als in allgemeinen und größern Angelegenheiten. Denndurch den Gemeinst«» der Bürger, wurden hier wichtige Verbesse-rungen alter, oder Begründungen neuer Einrichtungen ohne beson-dere Schwierigkeit durchgeführt, die anderswo fromme Wünschebleiben mußten. Basel wetteifert mit den vornehmsten Städten der