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1 (1836)
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LOS

Zwar noch gegenwartig nährt ein mangelvoller Bund der Kan-tone diese politische Selbstsucht, Nebenbuhlerei und Vereinzelung.Aber vom Unglück der Vergangenheit gewitzigt, ist ihr Heerwesentüchtiger ausgebildet, und darin bei ihnen allein Einheit derKräfte Aller. Jeder Schweizer ist Soldat und kampfpflichtig; jederWaffenfähige bewaffnet. Mehr denn ! 00,000 Mann eingeübterMilizen stehen schlagfertig, denen noch wenigstens 50,000 folgenkönnen, die Neutralitat ihres vaterlandischen Bodens und ihreFreiheit zu vertheidigen. Ihre ungestüme Tapferkeit zu leiten, fehltes ihnen nicht an gebildeten und geistvollen Befehlshabern, oderan Vertrautheit mit den Fortschritten der neuern Kriegskunst.Aber nicht dies, nicht ihre Gebirge, Seen, Ströme und Eng-passe allein sind es, was ihnen, in Kriegen der europäischen Mächte,künftig zum Selbstschutz Stärke gewährt; auch die Eifersucht ihrergroßen Nachbarstaaten, und deren militärischer und politischerVortheil, die Schweiz nicht zu verletzen, wird ihnen zur Hülfe.Es scheint immer mehr Grundsatz der Eidgenossenschaft zu werden,gegen den ersten,der ihres Bodens Neutralität verletzt, Bundcs-genoß von dessen Feinde zu werden. Und nicht gleichgültig mag esseyn für jede Macht, die Stärke ihres Feindes durch ein Heer von100,000 Tapfern vergrößert zu sehen Und mehr noch, auch dieFahnen der Freiheit sind heutigen Tages eine Macht, sey es aufwelscher, oder deutscher Erde.

S.

Basel die ötadt.

An ihren Rheinusern liegt großartig die edle, altoeruhmteSchweizerstadt ausgebreitet, heute noch wie vor Jahrhundertenein Marchstein auf der Gränzscheide Helvetiens, Germaniens undGalliens. Dieser Lage, wie dem rührigen Gewerbfleiß ihrer Bürger,dankt sie einen glänzenden Wohlstand, den in früheren Zeitenweder Schrecken der Natur durch Erdbeben, Pest oder schwarzenTod, noch in spätern Tagen Kriege und Revolutionen benaclz-barter Staaten vernichten konnten. Ihren Ruhm aber unter deneuropäischen Städten dankt sie mehr noch der Pflege der Wissen--schasten, die sie schon in Zeitaltern übte, als der größte TheilEuropens in Nacht der Barbarei begraben lag. Hier lehrte einst