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baben; oder auch wohl Bergspitzen und Gletscher erklimmen, um.Mit Gesühl eigner Sicherheit, behaglich Empfindungen der Furchtund des Entsetzens zu genießen, wie Kinder beim Hören der Ge-spenster- und Näubergeschichten.

Der Psad des Taminaschlundes führt bei den Badhäuserttsogleich zur Pforte der schmalen Fetsenhalle. Er ist schlüpfrig,kaum zwei Schuh breit, nur von Brettern, die auf steilen Felsen-stäben, in die Felswand getrieben, über einem 30 40 Fußtiefen Abgrund schweben. Hier waltet ewige Dämmerung undFeuchte. Nacktes Gestein schwarzen Marmors, den weiße Spat-adern durchschlängeln, thürmt sich links und rechts einige hundertSchuh hoch. Es drohn die überhangenden Klippen, die sich drobeneinander bald zuneigen, bald verschränken, bald auseinandergehen,furchtbaren Einsturz. Helles Grün der Gebüsche leuchtet von denFelsenhöhen am Himmel, wie aus einer schönern Welt nieder,die wir nun verlassen. Man athmet in einem dreißig Schuh weitenGrabe. Die Tamiua heult, ein unterirdischer Höllenstrom, aus derTiefe herauf. Der lauge hölzerne Steg, an Felsen geklebt, zittert.Er ist ohne Geländer. Nach einer bangen Viertelstunde kömmtman zum "Beschluß" in die volle Finsterniß einer Höhle. Sie istetwa zehn Fuß über dem Bach erhaben. In ihr bricht die untersteund reichste Quelle hervor, welche den Bädern in jeder Minutegegen anderthalbtausend Maas ihres Heilwassers spendet, währendder Ueberschnß desselben in die Tamina rinnt. Eine andere Höhleerscheint seitwärts, ohngefähr 20 30 Fuß hoch, tief und weit,von der Gewalt der Fluten nn harten Marmor eingewühlt und aus-geglättet. Heutiges Tages wird sie nicht mehr vom Strom erreicht,dessen Oberfläche schon gegen vier Fuß unter ihr liegt. WelchenAufwand von Jahrtausenden brauchten die Tamina-Wellen, bissie den festen Kalkstein sechs Klafter weit einwärts auswuschen unddas eigne Flußbett über 20 Fuß tiefer im Felsboden einfraßen?

Wenn man die außerordentlichen Heilkräfte der Mineralquelleerwägt, welche schon dem Mittelalter nicht unbekannt waren, mages befremden, daß die Mönche von Pfässers erst nach 800 Jahrenauf den gemeinuützigen Einfall kamen, Hütten oder Gebäude zumBaden und Trinken auf die Stelle hinzupflanzen, wo sie sich ge-genwärtig befinden. Dazu gehörte keine Kunst, welche die Erfin-dungsgabe früherer Zeiten überstiegen hätte. Sinnreich genugwaren die Gottgeweihten dagegen schon vor acht Jahrhunderten inPflege ihrer Andacht und Gaumseeligkeit, sowohl im Kloster St.Gallen, als Pfässers. Das lernen wir aus des alten Eckeharb