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Gebirg gelegen, wußte ausdauernde Betriebsamkeit, Muth undKlugheit der Bürgerschaft alle Hindernisse siegreich zu bekämpfen,die ihr durch Ungunst der Natur, wie der Menschen, entgegenge-führt worden waren.
Hinwieder durch Versaumung alles dessen, was die Abtei einstruhmreich und blühend gemacht hatte; nun überflügelt von derStadt in Kunst, Wissenschaft und Wohlstand; erschöpft durch Fehdenund Kriege mit Fremden oder mit eignen Unterthanen; zerrüttet durchAufwand und Übeln Haushalt, sah man das Gotteshaus endlichso tief sinken, daß es sich bei den Kriegen der Eidgenossenschaftwegen Toggenburgs (im Jahr 1743) sogar in den Schutz derStadt begab, deren erste Bewohner Dienstleute und Leibeigene deSKlosters gewesen waren. Dieser Umschwung aller Verhaltnisse wardas Werk der Civilisation, die, vom Priefterthum ausgegangen,dem Bürgerthum eine Uebermacht verlieh, welche naturnothwendigmit größerer Sittenstrenge und höherer Einsicht, wie mit weisererBenutzung des Eigenthums und der Zeitumstande verbunden ist.
Zwar noch zu Ende des vorigen Jahrhunderts erfreute sich derFürstabt eines Gebietes, welches die Besitzung manches andernFürsten a n Größe übertraf. Es umschloß mit der Grafschaft Tog-genburg und der sogenannten alten Landschaft, das heißt, miteinem Landgebiet von ungefähr 39 Geviertmeilen, beinah denganzen Kanton Appenzell. Es zählte eine Bevölkerung von beinah199,999 Seelen. Die weitlaustigen Gebäude des Klosters, mitder prachtigen Kirche desselben, ragten noch im alten Herrnstolzüber die bescheidenen Bürgerwohuungen der Stadt hervor, welchein ihrem mäßigen Umfange nur 7 —8999 Einwohner zahlte, undvor ihren Thoren kaum mehr Bodens besaß, als dürftig zu Gärtenund Bleichplätzen hinreichte; dazu noch nöthige Waldung für ihrenBedarf. Aber die Möuchsherrschaft, schon in vorigen Jahrhundertenvielfach gebrochen, ward im achtzehnten Jahrhundert während derewigen Händel der Abtei mit ihren bedrängten Unterthanen, immermehr gelähmt, bis sie endlich in den Verwirrungen der schweizeri-schen Revolution machtlos zusammenstürzte lind verschwand. Derletzte Nachfolger des heiligen Gallus, Abt Pancratius Vorster,starb in der Zelle eines fremden Klosters ^), nachdem er umsonst
Nämlich in der Abtei Muri des K. Aargau am S. Juli 182S.Er genoß, nach Beschluß des Wiener CongresseS, einen Jahrgehalt vonL0U(> Gulden. Sein Vermögen vermachte er meistens zur Stiftung ewi-ger Jahrszeiten; seinen zum Theil dürftigen Verwandten aber — nichts.