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Truppen nach, die gegen die Teufelsbrücke in Bewegung warenund unvermuthet durch feindliche Truppen aufgehalten wurden.Beide glaubten, eS mit einem österreichischen Posten zu thun zuhaben; beide wußten nicht, daß Suwarow mit seiner Armeeschon die Höhen des Gotthard erkämpft hatte und der französischenDivision mit ungeheurer Uebermacht gegenüberstand. Sie warenerstaunt aller Orten, selbst am rechten Nenßufer, a» den Felsenumherkletternd, russische Streitmassen zu sehen. Der Kampf wardmörderisch. Ihre Verlegenheit stieg aber aufs höchste, als Nach-richt kam, daß eine Kolonne Oesterreicher unter dem GeneralRosenberg durchs Maderanerthal herabziehe, und den Franzosensogar den nothwendigen Rückzug nach Uri abzuschneiden drohe.Es war der 25. September.
-,Jch muß mir den Rücken frei machen," sagte Lecourbezu Loison: „Halte die Russen auf, so lange du irgend kannst,wenn auch nur drei, vier Stunden." Er eilte mit allen Truppen,die er aus Uri mitgebracht, wieder hinab nach Amstag, drängtedie eben dahin vorrückenden Oesterreicher zurück, und erreichtewieder glücklich seine Verschanzungen bei Seedorf am Vierwald-stättersee. Loison, mit wenigen Bataillonen seinem Schicksaleüberlassen, vertheidigte sich indessen verzweistungsvoll Schritt umSchritt bis Massen. Die schmale Bergstraße zwischen Felsen undAbgründen ward von Blut und Leichnamen bedeckt. Von Waffenstieg er die steile Berghalde zur Mayenschanze wieder hinauf vonwannen er gekommen war, und sah mit seinen Soldaten, ohneeinen Schuß zu thun, ohne weiter vom Feind eunruhbig zuwerden, den langen, fast endlosen Zug des russischen Heers durchdas zu seinen Füßen liegende Dorf. Erst als dieser vollendet war,stieg er abermahls hinab nach Massen, schlug sich mit einzelnennachrückenden Haufen der Russen und gelangte ins Urserenthal.
Suwarow kam mit seinem ermüdeten und ausgehungertenHeer nach Altorf. Er wußte noch nicht von der für Korsakowunglücklichen Schlacht bei Zürich. Indem er durch die Straßendes Hauptsteckens an der Spitze seiner Tapfern, im Hemd undeine Knute in der Hand, daherritt, ließ er sich in der Geschwindig-keit vom Ortspfarrer, der unter den Zuschauern stand, mit vielerDevotion den Segen ertheilen. Die Truppen fanden in dem armen,verödeten Lande kaum hinlängliche Lebensmittel. Man hatte fastalles Vieh in die Berge geflüchtet. Selbst Lcdcrabfall uud Leimbei den Gerbern, Unschlitt, Kerzen und Lampenöhl wurden gierigverzehrt. Schon im Urserenthal hatten die Soldaten einen Fasttag