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verwandelt, der von Mollis und Näfels bis zum Wallensee reichte;nie aber verwüfterischer, als im Jahr 1762. Der Schaden an Ge-bäuden, Gütern, Allmenden, die damals weggeschwemmt oder ver-sandet wurden, — nicht der umgekommenen Menschen und Haus-thiere zu gedenken — ward auf eine halbe Million gcschäzt. Einegroße Summe für ein armes Ländchen!
Ehe noch der Mensch Schuzanstalten traf, war ohne ZweifelAlles unwirthbar, und die Ströme wogten im Thalboden zwischenumgestürzten Wäldern, Felsenstücken und Bergtrümmern. Unterder jezt begrünten, fruchtbaren Erdrinde bilden Schlammsand undSteinschutt die Grundlage. Ein guter Theil des Fleckens Glarusist darauf gebaut. Die tiefer und ebner gelegenen Gegenden, zumWallensee hin, mochten damals beschiffbar, wie er selber, seyn.
Es ist mehr, als wahrscheinlich, daß der Rhein, welcher iztdurch den Bodensee gen Schaffhausen stießt, in alter Zeit seinenLauf durch den Wallen- und Zürichsee bis zur Aare, gen Koblenzim Aargatt, genommen habe. Noch in den ersten Jahrhundertenunsrer Zeitrechnung, als der Rhein schon die Richtung zum Boden-see genommen hatte, war zwischen diesem und Rhätien weitesSumpfland. Die Fläche des Sarganserthales ist auch izt noch,vom Rhein bis zum Wallensee, nur 19'/, Fuß über den mittlernWasserstand des Rheins hoch. Im Jahr 1618, als dieser Fluß untergewaltigen und anhaltenden Regengüssen hoch angeschwollen tobte,ward nur durch die größten Anstrengungen verhütet, daß er nichtabermals gegen Zürich durchbreche.
Es ist mehr, als wahrscheinlich, noch bestätigen es die großen,wasserrechteu Ebnen, die breiten Sand- und Grienablagerungen,noch die von Wellen ausgefressenen Berge und Hügel längs beidenUfern der Linth und Limmat, der Rcuß und Aare, und die tiefeingewühlten Betten dieser Ströme selber, daß der Rheinflußnicht von jeher den heutigen Lauf hatte, in welchem er um dieSchweiz den weitgedehnten Bogen zieht. Zu jener Zeit, die weitüber die Tage der römischen Eroberung Helvetiens hinauöliegt,und über alle menschlichen Erinnerungen hinaus, breitete sich einvierzig Stunden langer See vom Fuß des hohen Falknisses, an deröstlichen Pforte des Bündner Landes, bis zum Bötzberg im aar-gauischen Jura, aus. Indem er links und rechts die ihm zu-strömenden Gewässer der Bäche, Ströme und Flüsse in denSeitenthälern aufftauete und zurückdrückte, wurden diese selber zuungeheuren Buchten und Seearmen, bis Wucht und Wuth derschweren Wassermasse den Felsendamm zwischen dem Siggisbcrz