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1 (1836)
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neuen Felsblöcken und Bergtrümmern erhöhend, ergießt er sich auchseitwärts über ein minder erhabnes Ufer gegen das Dorf KriettS,und gegen Luzern, welches von da noch eine Wegstunde entferntliegt. Schon in vergangenen Jahrhunderten hat man, mit unge-heuerm Aufwand von Kosten und Arbeiten, bald das Ufer mitDämmen und Wehren befestigt und erhöht, die von seiner Gewaltaber, wie leichtes Gefpinnft, zerrissen wurden; bald ihm ein tieferesBett gesprengt, das er immer wieder mit fortgerissenem Schuttausfüllte; bald daS hemmende Felsband vor dem Renggloch durch-brochen. Endlich, vor wenigen Jahren, führte man ihn, von derHöhe gegen den Abgrund hin, in einem geräumigen, künstlichenKanal-Bett von mächtigen, zusammengefügten, glattbehauenenGranitquadern. Aber auch diesen ist keine lange Dauer zu verheißen.Seine Gewässer, wenn sie von Bergwettern geschwollen, reißendmit j'abgebrochnen Felsen herabdonnern, schleifen die Granitwändeab, und stürzen sie in sich zusammen. Die öde, schaurige Gegend,an sich sehenswürdig, wird es dem Reisenden noch mehr durch Be-trachtung des Kunstwerks, mit welchem der Mensch den unzähm-baren Waldstrom gelehrig zu machen versucht hat.

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Die Kapelle bei Sempach.

Unter alten, breitschattigen Bäumen, auf einer über demStädtchen Sempach gelegenen Wiesenhöhe, sieht man eine kleineKapelle. Sie ist dem Gedächtniß der hier im Jahr 1386 von denSchweizern gelieferten Freiheitsschlacht geweiht. Man sagt, sie steheauf demselben Plaz gebaut, wo der Leichnam des besiegten HerzogsLeopold von Oesterreich gefunden worden war, umringt von unge-fähr 2666 Todten seines unglücklichen Heers. Sechs bis siebenhun-dert Grafen und Ritter waren mit ihm gefallen, von denen 356gekrönte Helme getragen hatten. War es nur Achtung für dasAnsehn eines großen Fürsten, oder Rache und Stolz der Ueber-winder, was zur Wahl dieser Stelle, und keiner andern, für einSiegesdenkmal bewog? Würdiger wär' es auf derjenigen Stätteerrichtet worden, wo der hochsinnige Unterwaldner Arnold Win-kelried sich, ein Curtius der Eidsgenossen, dem Tode für's Vater-land hingab, indem er die Feindes-Speere, soviel er deren mitden Armen fassen konnte, in seine Brust begrub, und so den Seinen,