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1 (1836)
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SS

IV.

Kanton Unterwalden.

i.

Im Melchthal.

Äus dem Schooße der Hochalpen streckt sich, auf den Gränzender Länder von Bern, Uri und Unterwalden, der Titlis 10,700Fuß hoch, mit Gletschern und Firnen. Er wird 3040 Stundenweit, noch jenseits Straßburg, gesehn. Man unterscheidet ihn inder Alpenkette leicht durch seine eigenthümliche Gestalt. Er erhebtden unter Schneelasten gekrümmten Rücken allmählig, von Abendgegen Morgen, und bricht da plözlich, als eine schwarze steileFelsenwand ab. Diese senkt ihren Fuß in den grünen Abgrunddes Hochthales der Abtei Engelberg; ihre Zinnen bildet drobenein Rand von ewigem Eise, der, senkrecht gemessen, eine Breitevon beinah 200 Schuh hat.

Ein Gebirgszug, wild, waldig und Alpenreich, durchschneidetvon hier, in einer Lange von 45 Wegstunden, das Land Un-terwalden bis zum Luzernersee. Er theilt es in zwei ungleicheHalsten, in Unterwalden ob und nidem Kernwald, (oder auchObwalden und Nidwalden genannt). Der Kernwald selbst, dessenSchatten einst den ganzen untern Theil Obwaldens bedeckte, zeigtheutiges Tages nur geringe Ueberreste seiner vormaligen Größe.- Jene beiden Landestheile sind zwei lange Hauptthäler, derenjedes von einem Bergftrom durchstoßen ist, welcher vom Gebirgs-Hintergrund zum See der vier Waldstätte herabrauscht. KleinereBäche münden sich aus einigen Nebenthälern in jeden der Haupt-ströme aus. Beide Landestheile gelten zwar im Bunde der Eids-genossenschaft nur, als ein Kanton; haben daher auf dem Bun-destage auch nur einen Stellvertreter und das Recht nur ei "er