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1 (1836)
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Mayers*) vonAarau durch sie. Die Kinder wurden in einemWagen, aus Burgdorf nach Aarau, abgeholt, inmitten wildenWinterwetters. Der plötzlich angeschwollene Strom der Emmawarf den Wagen um, daß die Kinder nur auf einem der Rädersitzend sich über den Fluten erhielten. Im Sturm und Wogen-yebraus verscholl ihr und des Kutschers Geschrei, bis, in einemLauerhause ohnweit des Ufers, die Leute, durch Geschrei undFlügelschlag von Raben gegen die Fenster, aufmerksam gemachtwurden, vor die Hütte traten, und die Kinder in der Ferne aufdem Z^ade über den Wellen, und die dahin zurückgeflogenen Rabenüber den Häuptern der Kinder umherflattern sahn.

Meinradszelle war längst zerfallen, als sich der Sage nach,ein späterer Ascet, Eberhard von Straßburg im I. 923,da ansiedelte, und neben der Einsiedelei eine Kapelle errichtete.Darauf zogen sich die Jünger St. Benedicts hieher; bauten einKlöfterlein, und wohnten in großer Frömmigkeit und Armuth.

Es ist nicht zu läugnen, die Zelle Meinrads und das Marien-bild darin wirkten im Lauf der Zeit Wunder; aber die besten un-streitig für die einsiedlerischen Mönche. Ihr Vorsteher und Abtward Fürst des heil. röm. Reichs, und bekam eigne Erbhofämter.Ihre Besitzungen, Domänen, Gefälle und Einkünfte übertrafen dasHausgut manches deutschen Fürsten. In der Schatzkammer derGottesmutter sah man die reichsten Perlenkleider; schwere, goldneMonstranzen mit Edelsteinen ausgelegt; Rosenkränze von Ambra-kugeln und andere Kostbarkeiten. Dankbar ward dafür die kleinehölzerne Zelle des ersten Einsiedlers in ein Gehäuse, von polirtemschwarzem Marmor, eingefaßt, mitten im großen prachtreichenTempel. Im vorigen Jahrhundert beherbergte das pallastartigeKloster 60 Conventualen, eben so viele Laien-Brüder; ungerechnetdie Professen und mehr denn hundert Bedienten, Beamten,Knechte u. s. w.

Bekanntlich zogen aber, im Jahre 1798, die französischen Bri-gaden hier verwüfterisch ein und zerftöhrten Meinrads Zelle. Ob-gleich das wunderthätige Marienbild die armen Mönche nicht vordem Unglück geschirmt und gerettet hatte, schirmten und rettetensie doch dankbar und großmüthig das Bild. Sie flüchteten es mit sichins Tyrol. Aber gleichzeitig führten es auch die französischenEroberer nach Paris im Triumph. Während man noch über dieAechtheit des einen, oder des andern Wunders stritt, und das

5) Der Herausgeber des großen Schweizer-Atlasses.