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Pxivatwohlstandes; darum gewährt mau keine, ohne die größteNoth. Es fehlt mithin auch an manchen der unentbehrlichsten,öffentlichen Einrichtungen, die keinem selbftftändigen Staate, voneiniger Civilisation, fehlen sollten. Aus Mangel an tauglichenStrafanstalten wird der grobe Verbrecher verbannt, andern Län-dern zugeschickt, oder, doch selten, grades Wegs, durch scharf-richterliche Kunst in die Ewigkeit gesandt, in das sicherste Gefäng-niß, aus welchem sobald Niemand entrinnt. Eben so schlecht istder öffentliche Unterricht der Jugend bestellt. Die Gemeinden scheuenGeldausgaben; die Eltern, bei eigener Unwissenheit, finden esüberflüssig, daß Kinder mehr lernen, als die Alten für sich selbernöthig hatten. Sie gebrauchen Söhne und Töchter lieber zur Ar-beit, die Geld einträgt; Knaben und Mädchen ziehen das Hausoder die freie Luft, dem Sitzen in der Schule vor; die Lehrer,meistens arm und bildungslos, dienen um geringen Lohn. Soerbt sich Unkunde, Aberglaube und Vorurtheil von Geschlecht zuGeschlecht im Volke fort. Ein junger, talentvoller Mann, der,aus höherer Liebe für sein Vaterland, sich in den FellenbergischenAnstalten von Hofwyl zum Schullehrer ausgebildet hatte, mußtebei seiner Rückkehr in die Heimath leise auftreten, wenn er nichtVerdächtigung und Verfolgung erfahren wollte; denn er trug dieSchuld auf sich, in der Anstalt eines Protestanten gebildet wor-den zu seyn.
Diese Gesinnung der Menge sagt sowohl den reichern Fami-lien zu, die klug genug ihre Söhne in Schulen außer Landessenden; als auch dem Priefterstande, welcher in der -/kindlichen"Unwissenheit und ,/Unschuld-- des Volks die sicherste Schutzwehrgegen Gefahren der Aufklärung findet. Weltliche und geistlicheObrigkeit sind daher, durch Ueberlegenheit der Kenntnisse und desReichthums, die wirklichen -/Herren-- im Lande, wie man siein der That schlechtweg zu nennen pflegt; nur mit dem Unter-schiede, daß sie das Volk nicht gebieterisch zwingen können,sondern blos leiten, wohin ihnen gefällt.
Aus demselben Grunde sieht man ungern, wenn Fremde, daSheißt Schweizer aus andern und reichern Kantonen, in diesemLändchen sich ansiedeln wollen. Man fürchtet, sie könnten Begriffe,Ansichten, Kenntnisse verbreiten, die nicht gelegen kämen. Es ver-steht sich: Protestanten würden die unwillkommensten seyn. Be-güterte würden auch den Preis der Ländereien, zum Nachtheileinheimischer Erwerber, steigern können. Man verweigert Schwei-zern zwar nicht geradezu den Aufenthalt, aber erschwert denselben