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1 (1836)
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SZ

Thalungen Hütten niederstürzen, ihre umsonst mit Felsstücken bela»steten Schindeldächer entführen, starke Bäume entwurzeln, und denweiten See der Waldstätte mit schäumenden Wellen bedecken. ZurZeit seines größten Ungestüms, wird in Uri die Sorgfalt gegenFeuersgefahr verdoppelt; man bewacht die Flamme des Heerdes,oder löscht sie, und rüstet das Geräth zur Tilgung allfälliger Feuers«brünste, für welche die hölzernen Wohnungen und Ställe der Dör-fer nur zu viel Empfänglichkeit zeigen. Nervenschwache oder reizbarePersonen empfinden beim Gehen des Fön's unbehagliche Schwerein den Gliedern, bald Kopfweh, bald eine gewisse Betäubung. Icherkannte ihn jedesmal, nicht nur an seiner höhern Wärme, sondernan einem durch die Luft verbreiteten, feinen, nicht unangenehmen,brandigen Geruch. Man sieht ihn in schräger Bahn längs den Ber-gen niedergehen, wo droben das bewegte Laub der Wälder mitgeänderter Farbe seinen Strich verräth, inzwischen drunten nochStille oder ein entgegengesetzter Luststrom herrscht. Der plötzlicheUebergang ans diesem letztern, besonders wenn er kühl ist, in denheißen Fön, erschreckt fast. Man hat eine Empfindung, als athmeman Wärmestrahlen eines nahen, unsichtbaren Gluthaufens.

t.

Tclls Kapelle in Bürglen.

In diesem freundlichen Bergdorfe, auf einer sanften Anschwellungdes Bodens, an der Ansmündnng des Schächenthals gelegen, wardam Ende des dreizehnten Jahrhunderts Wilhelm Tell geboren.Seinen Namen nennen die gebildeter« Bewohner aller Welttheile.Mit ihm verknüpft sich der Gedanke der Freiheit. Man besuchtgern die Stätten, wo einst die Unsterblichen wandelten; und glaubtihnen näher zu seyn, wo uns umgibt, was sie umgab.

Telsts Wohnung steht ni! t mehr; aber auf der Stelle der-selben erhebt sich malerisch ein kleines Bethans, mit Gemälden vonTells Thaten geschmückt. Dahinter und ohnweit der zierlichen Dorf-kirche, ragen die zerfallenen Mauern einer Burg hervor, die wei-land von den Mepern von Bürglen bewohnt wurde. Dies«sind vergessen; Tclls Name lebt. Griechen und Römer errichtetendem Andenken ihrer großen Männer Bildsäulen; die Schweiz??