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Männer von Rueras abwehrte, eines einsamen Dörfleins in derhohen Wilde des Gebirgs.

Als Nachmittags der Zng des Landsturms Disen tis erreichthatte, stand hier der französische Hauptmann schlagfertig. Die Un-terhandlungen dauerten nicht lange. Einzelne Flintenschüsse unddas furchtbare Gebrüll der Volkshaufen unterbrachen die Reden derAnführer. Von beiden Seiten wurden im Kampfe mehrere ge-tödtet und verwundet. Unter dem Geheul der Sturmglocken sam-melte sich von allen Bergen her des Volks immer mehr, bis diekleine französische Schaar, beim Anblick des unvermeidlichen Unter-gangs, allem Widerstand entsagte. Sie ward gefangen, entwaffnetund über Nacht im Rathhaus bewacht.

Andern Morgens sollten die wehrlosen Kriegsleute weiter ge-führt werden, in der Richtung des Landsturms gegen Chu r. Kaumaber waren sie aus dem Nathhause hervorgetreten auf den freienPlatz, erhob sich ein wildes Geschrei. Man wollte von keinem ge-gebenen Ehrenwort mehr und von keiner Schonung des Lebenshören. Die wilden, blutdürstigen Nachbarn des Lukmainer, baum-starke Männer, groß, knochigt, von der Sonne braungebrannt,schwangen ihre Gewehre und Keulen. Ihrem Beispiel folgten dieTawetscher. In dem Getümmel erschienen einige der ehrwürdigstenGeistlichen des Klosters, und erhoben ihre Stimmen, die Nasen-den an die heiligen Pflichten der Menschlichkeit zu mahnen. Dergreise Dekan der Abtei selbst, Basilius Voith, begleitet vomPater Domenico und dem Pfarrer von Sedrun, VigiliusWen; ein, schrie vergebens um Gnade. Die Priester warfen sichgegen die eindringenden, schon zum Theil vom Branntewein be-rauschten Bauern auf die Knieen nieder und erhoben flehend ihreHände für das Leben der Gefangnen. Einige der Landleute fühltensich durch die bittende Stellung der Geistlichen vorübergehend be-wegt, und hießen dem Zug der Soldaten und des Volks, sich vor-wärts bewegen; andre schwangen ihre Schwerdtklingen und Kolbenselbst gegen die knieenden Priester.

Kaum war die verworrene Menge der Tobenden, und in ihrerMitte die französische Schaar, wenige Schritte außerhalb demDorfe gekommen, schienen einige der Soldaten, die seitwärts denIhrigen gingen, Heil in der Flucht versuchen zu wollen, oder diesesVorsatzes verdächtig zu seyn. Plötzlich stieg entsetzliches Geschrei,vermischt mit Flintenschüssen zum Himmel. Alles stürzte mordsuch-tig auf die Gefangenen ein. Sie wurden insgesammt erschossen,erschlagen, durchbohrt, zerschmettert, verstümmelt. Nachdem die