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Chronik des Sächsischen Königshauses u. seiner Residenzstadt vom 18. Juni 1853 bis zum 18. Juni 1878
Entstehung
Seite
264
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Im Ahrr

1871

Daubfeter aus demMrmarkte.

Germautastatue.

Huldigungoact.

Fcstspeisung.

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aus welche der Gesandte von Elch mann nnt emem Hoch aus Römg WHNNNantwo r tete. Ali den Fackelzug / der aus dem Antonsplatze sich auslöste / schloßen sichFestconnnerse der Akadeinlker aus den: „Fcldschlößchen" / der Polptechliiker in dergroßen Wirthschaft des königlichen Großeil Gartens an. ^

n dem heuttgeil Steges- u«ld Friedensseste / zu desscii gemeilisamer Feier derRath der Stadt die Anregung gegebeil / erreicht die srcudlge Stimmung ihrenHöhepunkt. Nach Beendigungdes Vormittagsgottesdienstes er-tönt Festgeläute aller Rirchen-glocken / wahrend die Innungen /die Gesangvereine und die übrigeEiilwohnerschast zur Dankseieraus dem Altmarkte steh ver-sammeln. In der Mitte desPlatzes erhebt stch ein vom Bild-hauer Robert Henze geschaffenesStandbild der Germania / einermit dem Schwert umgürteten/mit Rrone und Eichenkranzgeschmückteil Jungsrauengestalt /dereil Linke sich aus den mitdem deutscheil Aar geschmücktenSchild stützt / wahrend die Rechtedie lorbeerbekränzte Reichssahnehoch empor halt. Als gegen1 Uhr das Gelaute der Glockenverstummt / iiltoilircil unter In-strumentalbegleitung die Manner-gesangvcrcine den Ehoral „Nundanket alle Gott" / in welchendie den Markt süllcnde und inden ihn umgebenden Häusern alleFenster und selbst die Dächerdicht besetzt haltende Volks-menge andächtig ein-stimmt. Daraus hältOberbürgermeister Psotenhauer von dem Balcon des Rathhauscs

Gcrmaniastotue auf dem Mtmarkte.

herab / auf dem die Vertreterder Stadt der Feier beiwohnen/folgende Ansprache:

Germania! Du lang Ersehnte/Germania / umstrahlt vom Glänze derFricdcnKsonne / zeigst Du Dich unsernMiclicn / Deine wo immer auf demErdenrunde weilenden Vtindcr huldigenDir mit freudigem Stolze / und derStamm der Sachsen bekränzt jetzt imHochgefühl bcsecligender Freude Deinhehres Haupt. Ganz Deutschland legtfortan sich an Deine treue Brust undjubelt Deinen Hcldensohnen / die Dichund mir Dir zugleich den gattgesegneteuholden Frieden uns wiedergaben / unsrerHerzen heißen Dank entgegen. Fest Dichumfassend und nimmer Dich lassend rufenwir allesammt freudig bewegt: Alldeutsch-laud für ewig! Hoch Deutschland! HochDeutschlands erhabener Uaiser!

In einem donnernden dreifachenHoch findet diese Ansprache mder Versammlung ihren freudigenwicderhall. Daran schließt sichder gemeinsame Gesang der„wacht am Rhein" und desArndt' sehen Vaterlandsliedcs.

Währelid sodann eine Deputa-tion des Rathes und der Stadt-verordneten sich m dasÄs Rcsidenzschloß begiebt/um dem Rönige denDank der Stadt fürdessen hervorragendenAntheil an der Neuge-

staltung des deutschen Vaterlandes auszusprcchen / ziehen die Gesangvereine undInnungen nach dem Schloßplatze und bringen dem auf dem Balcon über demGcorgenthore erscheinenden Landcsvater durch die Abfingung der „wachtam Rhein" eine Huldigung dar. — Von Selten der Stadt wirdden Armen und den m den hiesigen Lazarethen verpflegten Ver-wundeten und Rrankcn ohne Unterschied der Nationalitäteine Festspessung bereitet / sowie jedem der in denLazarctken befindlichen deutschen Rrieger emeFcstspcnde / bestehend m einem Silber-thaler vom Jahre 1871 / verabreicht.

Der Abend

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