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Chronik des Sächsischen Königshauses u. seiner Residenzstadt vom 18. Juni 1853 bis zum 18. Juni 1878
Entstehung
Seite
263
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<zM und Seiner esidenzstadt

nach welchem das m der Tiefe des Uferlandes am Fuße der Loschwitzer Höhen zugewinnende Grundwasscr mittelst Dampfkraft nach den m der Nahe des Flschhauseszu erbauenden großen Behältern emporgehoben und von da aus der Stadt zugeleitetwerden soll / den Bau und Betrieb dieses Wasserwerkes auf stadtische Rechnung zuübernehmen und die Rosten der Anlage durch eine Anleihe zu decken. Die Rostensind auf 1,500,000 Thaler / wovon 680,500 Thaler auf das Rohrnetz entfallen/veranschlagt.

Twnmrstag / 2. März.

irt.igs erfolgt die UederMrung der am 27. Februar mit andern Kriegs-tropljäen hier etngctroffencn französischen Geschütze von dem Garten der

Grenadicrkascrne am Palaisplatze nach dem Zwinger. Der Geschützzug/bestehend aus 29 Ranoncn und 10 Mitrallleusen / mit einem Musikchor aiider Spitze / wird von 2 Tompagnieen vom Grenadierrcgimcnt „Raiser Wilhelm" und2 Zügen Ulanen geleitet. Auf dem Balcon des königlichen Schlosses über demGeorgenthore erscheint die königliche Familie / um die Trophäen an sich vorüberziehe!:zu lassen. Die Geschütze werden / mit Ausnahme von 4 Ranonen / welche für diebeiden Hauptwachen bestimmt find / im Zwinger zur freien Besichtigung ausgestellt.Die festliche Stimmung der die Straßen durchwogenden Volksmenge wird dadurchnoch erhöht / daß die wahrend des Zuges verbreiteten Zeitungs-Extrablatter die vonder französischen Nationalversammlung in Bordeaux gestern vollzogene Ratifikation derFriedenspräliminarien verkünden. Ms

in Aufruf des „Dresdner Vereins für patriotische Dankbarkeit" fordert zuBeitragen für ein zu errichtendes Siegesdenkmal auf / welches dem gefeiertenFeldherrn Rronprmzen Ilbeet / der sächsischen Armee mit ihrem erlauchten FührerPrinzen Georg und dem Gedächtniß der für das Vaterland ruhmvoll Gefallenengewidmet sein soll.

Sonntag / 5. Marz.

le letzten Tage / welche die ersehnte Friedensbotschaft brachten / gestaltetensich für Dresden wie für das ganze deutsche Reich zu frohen Festtagen.

Vorgestern Mittag verkündeten 101 Ranonenschüsse die Tags vorher vomRaiser vollzogene Unterschrift der Friedenspräliminarien. Im Hostheatcrwurde in Anwesenheit des Rönigs Johann und einer begeisterten / den Landcsvater mitstürmischen Hochrufen begrüßenden Zuhörerschaft „Wallenstein's Lager" von Schiller /eingeleitet durch einen den Frieden feiernden scenischen Prolog Rodenberg's / aufgeführt.Gestern fanden Vormittags Fcstacte in den Lehranstalten und Volksschulen / Abendsein großer Fackelzug der Studirenden der polytechnischen Schule und der Runstakademiestatt. Der Zug / welcher die Einholung des aus seinem Zaubcrschlafe erwachtenRaisers Friedrich Barbarossa darstellte / bewegte sich vom Polytechnikum amAntonsplatze nach dem Refidcnzschlosse / in dessen großem Hofe der Polytcchnikcrgesang-verein „Erato" einen von T. Gärtner gedichteten / von E. Rreyschmer in Musikgesetzten „Fricdensgruß" vortrug / wahrend der Rönig die Glückwünsche einerDeputation der Studirenden entgegennahm. Vom Schlosse begab sich der Zug nachdem preußische,: Gesandtschaftshotel / dem ehemalige,: Mosczmsky'schen Palais an derMosczinskystraße / um dem Rasser Wilhelm eine patriotische Huldigung darzubringen/

auf welche

c. vr.

5! m Mgrc

1871

Eroberte Geschütze.

Aufruf zur Errich-tung eines Steges-denkmals-

Fricdeusfeicr.

Tchcarcrauffl'chrnug.

Fackelzug.

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